Wirtschaftsmotor JKU

Wirtschaftsmotor JKU

Knapp 359 Millionen Euro Investitionen bis zum Jahr 2028, ein durchschnittlicher zusätzlicher jährlicher Wertschöpfungseffekt am regionalen Bruttoinlandsprodukt von rund 471 Millionen Euro und fast 3.800 zusätzliche Beschäftigte – die Effekte der Johannes Kepler Universität für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich sind laut einer neuen volkswirtschaftlichen Studie zahlreich.

„Ein forschungsgetriebener Wirtschaftsstandort wie Oberösterreich ist nur mit einem starken universitären Partner erfolgreich. Die Johannes Kepler Universität ist deshalb für uns unverzichtbar und ein maßgeblicher Teil des wirtschaftlichen Erfolgs unseres Bundeslands“, so Forschungsreferent Michael Strugl. Mit 80 Millionen Euro Forschungsgeldern hat das Land Oberösterreich im vergangenen Jahrzehnt die JKU unterstützt, aktuell liegt das Forschungsbudget bei elf Millionen Euro. „Kein anderes Bundesland investiert so viel in seinen Universitätsstandort“, so Strugl.

Multiplikator-Wirkung

Die JKU stellt dabei allerdings kein Fass ohne Boden dar, im Gegenteil. Die volkswirtschaftlichen Effekte der Uni für Oberösterreich sind mannigfaltig, die Uni ist ein Wirtschafts- und Jobmotor. „Die JKU ist ein essentieller Teil des Fundaments, auf das der Standort baut – die Schaffenskraft unserer Universität ist enorm. Die für die Universität eingesetzten Mittel haben eine nicht zu vernachlässigende, jahrelang währende Multiplikator-Wirkung“, formuliert es der Rektor Meinhard Lukas. Bei der vom Volkswirt Friedrich Schneider vorgelegten Studie werden die gesamten regionalen Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte durch die Tätigkeiten der JKU dargestellt. Dabei wurden verschiedenste Parameter analysiert, zum Beispiel wie sehr Ausgaben der Studierenden, der Mitarbeiter, Investitionen für Sachanlagen der JKU, für Firmenbeteiligungen oder für die Med-Uni ein Wertschöpfungspotential generieren. Auf gut Deutsch: Wie hoch ist der volkswirtschaftliche Effekt der Uni für den oberösterreichischen Wirtschaftsstandort? Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen: Rund 359 Millionen Euro investiert die JKU (beziehungsweise ihre Studierenden und Mitarbeiter) bis zum Jahr 2028 (der Berechnungszeitraum der einzelnen Parameter ist dabei oft unterschiedlich lang). Daraus entsteht ein durchschnittlicher zusätzlicher jährlicher Wertschöpfungseffekt am regionalen Bruttoinlandsprodukt von etwas mehr als 471 Millionen Euro pro Jahr, ein zusätzlich geschaffenes (Massen-)Einkommen von jährlich mehr als 200 Millionen Euro und fast 3.800 Personen in Beschäftigung. Zum Beispiel geben die Studierenden der JKU durchschnittlich etwa 168 Millionen Euro pro Jahr aus und kreieren so ein BIP von mehr als 220 Millionen Euro. „Durch die Ergebnisse erkennt man, dass die JKU ein großer Wirtschaftsplayer und ein wichtiger Standortfaktor ist“, kommentiert Schneider das Ergebnis.

LH-Stv. Michael Strugl, Univ.-Prof. Friedrich Schneider und JKU-Rektor Meinhard Lukas