2017/18 Wintertourismus

„Das hat es noch nie gegeben“

… sagt Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Strugl angesichts der Zahlen des Wintertourismus 2016/17, bei denen Oberösterreich als österreichischer Wachstumssieger hervorgeht. Mit fast 3 Millionen Nächtigungen und über einer Million Gästeankünfte liegt man bundesweit auf Platz eins und zwei.

Besonders aus den als Zukunftsmärkte ausgegeben Ländern wie Tschechien (+14 Prozent), Slowakei (+20 Prozent) sowie China und Indien (+100 Prozent) kann man starke Zuwächse an Wintergästen verzeichnen. „Insgesamt konnten wir aus diesen Ländern 72.000 Gäste verbuchen, das ist der eindeutige Beweis dafür, dass unsere Marktstrategie funktioniert “, so Strugl. Betrachtet man einen noch größeren Zeithorizont, erkennt man, dass in den vergangenen Jahren die Zahl der Ankünfte um ein Drittel, jene der Nächtigungen um 17 Prozent gestiegen sind.

Investition und Marketing

Dieser Trend soll im kommenden Winter nahtlos fortgesetzt werden. Im Wintermarketing setzen die Skigebiete und Tourismusdestinationen deshalb vor allem auf Investitionen und ein speziell geschnürtes Marketing- und Kommunikationspaket .

So haben die Snow and Fun- Skigebiete (Dachstein West, Dachstein Krippenstein, Feuerkogel, Kasberg, Hinterstoder, Wurzeralm und Hochficht) seit 2005 rund 192 Millionen Euro für die Optimierung ihrer Pisten und Liftanlagen aufgewendet , allein mehr als dreizehn Millionen für die kommende Saison. Am Hochficht ist so eine neue, moderne 10er Gondelbahn auf dem Reischlberg entstanden. „Damit wird die Qualitätssteigerung der letzten Jahre und der Ausbau zum perfekten Familienskigebiet konsequent weitergeführt“, sagt Gerald Paschinger, Geschäftsführer der Hochficht Bergbahnen.

Auch marketingtechnisch präsentiert sich der OÖ Tourismus bereits winterfit. „Die Kernbotschaft – Oberösterreichs Winterdestinationen sind schnell und gut erreichbar und bieten das perfekte Wintersport-Umfeld für Familien – wird über eine emotionale, momenthafte Ansprache transportiert“, so der Geschäftsführer des Oberösterreich Tourismus, Andreas Winkelhofer. Hervorkehren will man dabei vor allem den Wintergenuss mit Aktivitäten in verschneiten Landschaften (Winter- und Schneeschuhwanderungen), dem Wolfgangseer Advent, der Welser Weinhnachtswelt oder der Christkindlstadt Steyr.

Besonders: Zum 200-Jahr-Jubliäum von „Stille Nacht, heilige Nacht“ wird im diesjährigen Advent eine länderübergreifende Stille-Nacht-Website und Presse-Aktivitäten in internationalen Zielmärkten wie Deutschland, Slowakei, Polen oder Tschechien gestartet. In diesem Kontext bildet vor allem Tschechien einen Schwerpunktmarkt . In einer breit angelegten Promotion-Aktion im Großraum Prag wird ein Skiurlaub in Oberösterreich inklusive einem Privatskikurs mit dem tschechischen Weltcup-Skiläufer Krystof Kryzl verlost.

Wintertourismus in Oberösterreich

  • Struktur: Rund 60.000 Gästebetten in 3.000 Betrieben standen im Winter 2016/17 zur Verfügung. 6,25 Milliarden Euro Wertschöpfung leistet die Tourismus- und Freizeitwirtschaft jährlich, das sind 10 Prozent vom Brutto-Regionalprodukt.
  • Zahlen: 1,08 Millionen Gästeankünfte und 2,82 Millionen Nächtigungen verbuchte man in Oberösterreich von November 2016 bis April 2017. Mit 762.000 Nächtigungen von Oberösterreichern in Oberösterreich sind sie selbst ihre stärkste Urlaubernation, ansonsten entfallen 18 Prozent auf Gäste aus Deutschland und 3 Prozent aus Tschechien.
  • Wintergast: Der durchschnittliche oberösterreichische Wintergast bleibt 2,6 Nächte, sucht vorwiegend Erholung und gibt rund 150 Euro pro Person und Tag aus.