Wozabal-Übernahme

Salesianer übernimmt Wozabal

Der Ende August Pleite gegangene Wäschedienstleister Wozabal (Verbindlichkeiten zwischen 50 bis 75 Millionen Euro) wird durch das Textilmanagementunternehmen Salesianer Miettex übernommen. Fast alle Standorte bleiben erhalten.

Sechs der sieben Wozabal- Standorte in Linz, Enns, Lenzing, Bad Hofgastein, Klagenfurt und Budweis werden in vollem Umfang aufrechterhalten , so der geschäftsführende Gesellschafter von Salesianer, Thomas Krautschneider. Mit einer kleinen Ausnahme: Die Zukunft des siebten Standortes in Rankweil – immerhin geht es hier um etwa 90 Mitarbeiter – ist noch in Schwebe , so Rechtsanwalt und Masseverwalter Rudolf Mitterlehner. 95 bis 98 Prozent der Wozabal-Mitarbeiter werde man fix übernehmen, sagt Krautschneider. Das seien rund 910 Mitarbeiter. In der Verwaltung, im Einkauf und in der Logistik werde man jedoch straffen, um Doppelbesetzungen zu vermeiden.

Noch am 20. Dezember wolle sich Krautschneider sowohl mit dem Betriebsrat als auch mit den Mitarbeitern treffen. Ein möglicher Gesprächspunkt wird vermutlich auch eine Art Mutmacher , also ein Ratschlag für die übernommenen Wozabal-Mitarbeiter sein, für die ein neues Berufskapitel aufgeschlagen wird.

"Ein gewisses, psychisches Rüstzeug ist in dieser Phase besonders wichtig, also mit Zuversicht und Mut in die Zukunft zu schauen. Neben Fleiß ist es jedoch auch wichtig, sich nicht zu sehr anzupassen. Man sollte schon nach den Regeln spielen, aber nicht immer alles so machen wie alle anderen."

Thomas Krautschneidergeschäftsführender Gesellschafter, Salesianer Miettex

Durch die Übernahme der sechs Wozabal-Betriebe mit rund 910 Mitarbeitern und einer Gesamtkapazität von 170 Tonnen wächst die Salesianer Miettex-Gruppe auf 29 Betriebe in neun Ländern mit 3.350 Mitarbeitern. Die Kapazität erhöht sich damit auf 545 Tonnen Wäsche pro Tag bei 225 Millionen Euro Umsatz.