Jahr 2018: JKU Linz

WAS BLEIBT, WAS KOMMT, WAS GEHT?

Meinhard Lukas, Rektor der Johannes Kepler Universität Linz, blickt in das Jahr 2018.

Was sind die größten Herausforderungen, die Sie 2018 meistern möchten?

Lukas_Unser Ziel ist weiter klar definiert: europäische Spitze. Die Johannes Kepler Universität in ihrer Gesamtheit verfolgt einen bedingungslosen Qualitätsanspruch. Der Pioniergeist, die Offenheit für Neues – seit ihrer Gründung zwei klare Stärken der JKU – haben das Jahr 2017 geprägt, mit diesen Attributen und unserer Innovationskraft begegnen wir auch den Herausforderungen 2018. Das kommende Jahr steht im Zeichen der inhaltlichen und baulichen Weiterentwicklung: Mit Zukunftsprojekten wie dem Linz Institute of Technology (LIT) untermauert die Kepler Universität den Wert der Interdisziplinarität, mit den im Frühjahr startenden Baumaßnahmen machen wir unseren Campus noch attraktiver.

Meistern können wir diese Aufgaben nur mit einer gerechten Budgetzuteilung, die die Anforderungen realistisch abbildet. Dass Linz aktuell nur fünf Prozent der bundesweiten universitären Mittel erhält, ist für einen Industrie-, Wirtschafts- und Forschungsstandort zu wenig. An den zusätzlichen 1,35 Milliarden Euro für die Universitäten muss die Kepler Universität überproportional beteiligt werden. Dann sind wir auch imstande, einen Beitrag zu leisten, der der angestrebten Forschungsquote des Landes entspricht.

Was soll 2018 anders sein als 2017?

Lukas_Aus ihrer jungen Tradition heraus steht die Johannes Kepler Universität seit jeher für das Andere, den Erfindungsreichtum, für die Zusammenarbeit hinweg über vermeintliche Grenzen. Das manifestiert sich 2018 u.a. im LIT Open Innovation Center, mit dem wir die digitale Transformation aktiv und positiv mitgestalten: Angesichts der hohen gesellschaftlichen Relevanz schließt die technologische Forschung soziologische und rechtliche Aspekte genauso mit ein. Das Know-how der JKU in diesem Bereich ist breitgefächert, das Artificial Intelligence Lab und das IT Security Lab sind zwei Beispiele von vielen.

Kluge Köpfe brauchen inspirierende Räume. Auch in der Architektur hat die Kepler Universität stets das Neue gesucht und auch umgesetzt. Mit der umfangreichen Campusattraktivierung heben wir das Potenzial, das die Flächen bieten, noch weiter und bauen das Areal zum vitalen und vibrierenden Lebensraum aus. Neben dem Open Innovation Center wird unser höchstes Gebäude, der Turm der Technisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät um das „Somnium“ erhöht: Die Aussichtsplattform, benannt nach einer Science-Fiction-Erzählung Johannes Keplers, wird zu einem weithin sichtbaren Wahrzeichen für die Universität. Zudem bauen wir unsere Bibliothek aus und schaffen mit der „Kepler Hall“ ein Empfangs- und Veranstaltungszentrum.

Welche Schlagzeile wünschen Sie sich 2018 über die JKU in den Medien?

Lukas_Studieren, Arbeiten, Leben: JKU hat Österreichs bestes Lehrangebot und den schönsten und innovativsten Campus