Keine normale Tankstelle

Keine normale Tankstelle

In Linz eröffnet am Dienstag in der „Kulturtankstelle“ ein kollaboratives Ausstellungsprojekt, dessen Konzept und Format von Studierenden der Kunsthochschule für Medien Köln und der Kunstuniversität Linz erarbeitet wurde.

Einige Jahre ist es her, seit in der Linzer Dametzstraße zum letzten Mal Autos aufgetankt werden, heute sind Autos und Zapfsäulen der Kunst gewichen. Die Kulturtankstelle als Werkstätte für künstlerische Forschung gibt es schon länger, nun wird das erste Eigenprojekt präsentiert. „Leichte Widrigkeiten“ heißt die Ausstellung, bei dem verschiedene Arbeiten im öffentlichen Raum gezeigt werden.

Was es mit dem Namen auf sich hat, zeigt sich schnell. Unbedingt einladend wirken die Präsentationen teilweise nicht oder nur auf den ersten Blick – diese leicht widrigen Umstände sind gewollt. Normalerweise darf bei keiner Ausstellung ein üppiges Buffet fehlen, jenes in der Kulturtankstelle entpuppt sich aber als völlig ungenießbar, die Snacks und Getränke sind entweder mit Acrylfarben übergossen oder komplett versalzen. Aus einer Audioinstallation dringen in unregelmäßigen Abständen zusammenhanglose Sätze. „Wo bekomme ich hier ein Glas Wein?“ fragt eine Männerstimme, wenig später spricht eine Frauenstimme über Fehler beim Autokauf. „Das soll für Irritationen sorgen“ , sagt die Studentin, die das Projekt umgesetzt hat. „Insgesamt könnte die Ausstellung als eine Geste der Freiheit proklamiert werden“, erklärt Hubert Lobnig von der Kunstuniversität Linz. Bis 21. Jänner 2018 haben Besucher Zeit, die Projekte zu erleben.