Josko

Josko erzielt 2017 erneut Umsatzrekord

Fenster- und Türenhersteller übernahm tschechischen Sonnenschutzherstellers Eurosun und will Anfang 2019 eine Weltneuheit auf den Markt bringen, die "die Fensterwelt besser machen wird". Als eine große Herausforderung nennt CEO Johann Scheuringer die zunehmende Saisonalität.

Der Fenster- und Türenhersteller Josko mit Sitz in Kopfing steigerte 2017 seinen Umsatz um fünf Millionen Euro auf 138 Millionen Euro und erzielte damit erneut einen Umsatzrekord. In „einem der heißesten Märkte“ mit der weltweit höchsten Dichte an Fensterherstellern, gemessen an der Größe des Landes, habe Josko die Hausaufgaben gemacht, zieht CEO Johann Scheuringer bei einem Pressegespräch im Veranstaltungszentrum Melodium Peuerbach eine positive Jahresbilanz.

Josko bietet neben Fenstern, Haus- und Innentüren, Ganzglas-Systemen und Sonnenschutz auch Naturholzböden. „Mit den sechs starken Produktgruppen , die aufeinander abgestimmt sind und zusammenpassen, unterscheiden wir uns weltweit von fast allen in der Branche“, sagt Scheuringer. Die jüngste Produktgruppe, die Naturholzböden, wachse moderat: „Hier müssen wir noch einiges tun.“ Im Bereich Sonnenschutz übernahm Josko 2017 den tschechischen Hersteller Eurosun mit 120 Mitarbeitern. Seit 2013 war Josko an Eurosun beteiligt. Nun ist es ein Schwesterunternehmen von Josko in der neu gegründeten Scheuringer Gruppe mit insgesamt 900 Mitarbeitern und einem konsolidierten Umsatz von 150 Millionen Euro. Eurosun produziert zu rund 40 Prozent für die Marke Josko und den Rest überwiegend für den deutschen Fensterhandel. Der tschechische Sonnenschutzhersteller soll ein eigenständiges Unternehmen bleiben.

Nummer zwei in Österreich

Für Anfang 2019 kündigte Scheuringer eine Weltneuheit aus dem Hause Josko an. Diese werde auf der Bau München im Jänner 2019 präsentiert und „werde die Fensterwelt besser machen“ – mehr war dem CEO nicht zu entlocken.

Josko sei seit 18 Jahren Marktführer bei Holz/Alu-Fenstern und habe den Anteil im vergangenen Jahr auf 16,5 Prozent weiter steigern können. Auf dem österreichischen Fenster-Gesamtmarkt sei Josko mit einem Anteil von 10,6 Prozent seit Jahren die Nummer zwei. Internorm mit Sitz in Traun ist mit einem Marktanteil von 20 bis 30 Prozent auf Platz eins. Josko exportiert rund 20 Prozent. Kernmarkt ist Deutschland mit Fokus auf den Süden. In Süddeutschland wuchs der Fenster - und Türenhersteller im vergangenen Jahr mit sieben Prozent überdurchschnittlich und dieses Geschäft will man zukünftig noch weiter ausbauen. Aktuell liege man mit den Planbestellungen bereit über dem Vorjahresniveau: „Es schaut schon mal gut aus, jetzt müssen wir es aber noch schaffen, diese auch abzuarbeiten.“

Fehlende Grundstücke

Als eine große Herausforderung nennt Scheuringer die zunehmende Saisonalität: „Wir müssten Weihachten verschieben .“ Josko macht 80 Prozent des Umsatzes im privaten Wohnbau. Scheuringer bereitet dabei die Entwicklung Sorge, dass zunehmend private Leute keinen Zugang mehr zu Grundstücken bekommen würden: „In den vergangenen zehn Jahren nach der Krise hat sich die Immobilienwirtschaft verzigfacht und das treibt die Preise unglaublich in die Höhe.“ In der Schweiz und in Luxemburg habe diese Entwicklung bereits dazu geführt, dass ein paar wenige Bauträger das gesamte Geschäft mit den Grundstücken beherrsche: „Unsere Gemeinden müssen auf diese Entwicklung aufpassen.“