Hypo OÖ

Hypo OÖ mit "stabiler Bilanz" 2017

Hypo Oberösterreich-Generaldirektor Andreas Mitterlehner über das Bilanzergebnis 2017, die Zinslage 2018 und was es bedeutet, als einer der besten Arbeitgeber Österreichs ausgezeichnet worden zu sein.

2017 wurde ein Jahresüberschuss vor Steuern in Höhe von 12,1 Millionen Euro erzielt, 2016 hatte man noch ein Ergebnis von 51,9 Millionen Euro. Der Rückgang sei durch Einmaleffekte begründet.

Mitterlehner_Ganz einfach erklärt haben wir 2016 außerordentliche Positionen verzeichnet, es wurde die Heta endgültig bereinigt und wir haben 30 Millionen Euro Rückstellungen auflösen können. So gesehen ist der Vergleich eben ein schwieriger. Wenn man das herausrechnet, dann kommt man in etwa auf eine vergleichbar gute und somit stabile Entwicklung wie im letzten Jahr. Beim Ergebnis nach Steuern ist eigentlich wenig Unterschied, wir sind bei 11,6 Millionen Euro gegenüber 12,1 Millionen vor Steuern. So gesehen ein vergleichbar hohes Ergebnis.

Die Zinsen sollen laut eigenen Angaben für 2018 niedrig bleiben. Warum?

Mitterlehner_Die Europäische Zentralbank hat viele Signale gesendet, dass man derzeit noch nichts verändern wird. Daher gehen wir aus jetziger Sicht davon aus, dass wir auch 2018 dieses niedrige Zinsniveau haben werden. Für 2019 gibt es Anzeichen, dass es vielleicht steigen könnte, wann das sein wird, weiß man noch nicht genau. Für 2018 rechnen wir aber mit weiterhin sehr niedrigen Zinsen.

Die Hypo Oberösterreich wurde zum besten Arbeitgeber in der Kategorie „Bank und Finanzdienstleister“ ausgezeichnet.

Mitterlehner_Wir haben uns sehr darüber gefreut, so gut abgeschnitten zu haben. Es bedeutet Motivation für alle die hier arbeiten, weil es die beste Bestätigung dafür ist, dass wir eine gute Unternehmenskultur haben. Auf der anderen Seite sehen die Kunden, dass wir eine gute Bank sind, nicht nur wegen der Leistungen, sondern auch von der Belegschaft her. Zusätzlich bedeutet es natürlich auch für all jene interessant zu sein, die sich für einen Job in der Bank interessieren, weil man lieber zu einem sehr guten Arbeitgeber geht.

Was erwartet man für 2018?

Mitterlehner_Die ersten Monate sind ganz gut angelaufen. Wir gehen davon aus, dass wir ein vergleichbares Ergebnis wie 2017 haben und an die guten vorangegangen Jahre anschließen können.

  • Operatives Ergebnis: 2017 wurde ein Jahresüberschuss von rund zwölf Millionen Euro vor Steuern erzielt. 2016 waren es durch Einmaleffekte noch 52 Millionen gewesen. Rechnet man jedoch die Einmaleffekte weg (siehe Interview), konnte man das Niveau in etwa halten. Das Ergebnis nach Steuern entspricht mit 11,6 Millionen einem etwa gleich hohen Ergebnis.
  • Marktführerschaft: Im Großwohnbau wurde das Finanzierungsvolumen auf vier Milliarden Euro ausgebaut. Insgesamt stieg das Darlehens- und Kreditvolumen um 1,3 Prozent auf rund 5,7 Milliarden Euro.
  • Zuwächse bei Wertpapieren: Das von der Bank verwaltete Kundendepotvolumen erhöhte sich um sieben Prozent auf rund 1,4 Milliarden Euro (2016: 1,3 Milliarden). Fonds und Aktien waren stark nachgefragt. Bei den Wertpapier-Klassikern, den Anleihen, konnte ein Volumen von 66 Millionen Euro abgesetzt werden.
  • Spitzen-Rating: Zum vierten Mal in Folge steht die Hypo OÖ im Ranking von Standard and Poor’s an der Spitze des österreichweiten Ratingvergleichs, man wurde von A auf A+ angehoben.
  • Top-Arbeitgeber: In der Kategorie „Bank und Finanzdienstleister“ wurde man zum besten Arbeitgeber gekürt. Unter allen 1.000 untersuchten Unternehmen belegte man Platz 16.