Fachkräfte-Initiativen

WKOÖ will mit regionalen Initiativen Fachkräfte sichern

20.000 Fachkräfte fehlen der oberösterreichischen Wirtschaft bereits heute, sagt WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer. 80 Prozent der Unternehmen hätten Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von Fachkräften, mehr als die Hälfte beklagt dadurch Umsatzeinbußen, sagt der WKOÖ-Wirtschaftsbarometer. Mit innovativen Angebotsformaten will man daher 30.000 neue Fachkräfte bis 2020 gewinnen.

Vier Prozent Wirtschaftswachstum werden für 2018 erwartet. „Das starke Wirtschaftswachstum geht aber nur dann so weiter, wenn wir den Fachkräftemangel in den Griff bekommen. Daher braucht es dezentrale, regionale Initiativen“, so Hummer. Vor allem müsse man bei der Bewusstseinsbildung ansetzen, dass Bildung und Berufsorientierung zusammengehören. So werden jährlich 27 regionale Lehrlingsmessen mit knapp 21.000 Teilnehmern veranstaltet, dazu 5 Job Tours mit 1.300 Teilnehmern, 100 Berufsinformationsveranstaltungen mit 5.100 Teilnehmern, 160 Vorträge mit 5.000 Teilnehmern und 50 Betriebserkundungen oder auch Schulprojekte mit Unternehmen mit 4.600 Teilnehmern. Unter diese „Schule und Wirtschaft“-Aktivitäten fallen rund 350 Veranstaltungen mit mehr als 37.000 Schülern.

Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Berufsinformation in den oberösterreichischen Bezirken gelegt. Knapp 43.000 Schüler und Eltern nützen dieses Angebot jährlich. Beispiele für eine erfolgreiche Berufsinformation sind etwa „Get a Job“ (46 Schulen mit 90 Klassen und rund 1.600 Schülern im vergangenen Schuljahr), ein Projekt, um Jugendliche für Tourismusberufe zu begeistern, die „Guute Lehrlingsshow“ (800 Schüler waren bei bisher drei Lehrlingsshows), bei der Schüler ihre Rhetorik und Kommunikation fördern können und das Lehrstellen-Infoboard, bei der man sich per QR-Code tagesaktuell über die neuesten Lehrberufsangebote informieren kann.