Dachsberger Zeitgespräche

Die Zukunft der Bildung

Zum Thema „Wir bilden Zukunft“ lud das Gymnasium Dachsberg in Kooperation mit der Academia Superior zu den heurigen Dachsberger Zeitgesprächen. Die Schüler präsentierten spannende Ideen und ihre Visionen für ein neues Bildungssystem als Grundlage für die Podiumsdiskussion mit Gästen aus Bildung, Wissenschaft und Politik.

„Was ist das Ziel von Bildung ?“ Mit dieser Frage an die Podiumsgäste wurden die diesjährigen Zeitgespräche eröffnet. Seit Herbst 2017 arbeiteten die Schüler gemeinsam mit ihren Lehrern Manuel Graf und Nina Gaderer sowie der Academia Superior – Gesellschaft für Zukunftsforschung – am Projekt „Zukunft der Bildung“. In den Zeitgesprächen wurden die fünf Schwerpunkte „ Mut zum Wandel “, „ Chancengerechtigkeit “, „ Visionen “, „ Neugier “ und „ Technik “ in Kurzfilmen präsentiert. Auf einem „Marktplatz der Bildung“ wurde nach der Diskussion zu einem Austausch über die Zukunft des Schul- und Bildungswesens mit den Schülern und Experten eingeladen. Unter den Podiumsgästen befanden sich die Bildungsexperten Helga Geyrecker, Koordinatorin Cooperatives Offenes Lernen, Franz Gruber, Rektor der Katholischen Privatuniversität Linz, Ferdinand Karer, Direktor des Gymnasiums Dachsberg, Bernhard Reingruber von Teach for Austria und Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Strugl als Obmann und Gründer der Academia Superior.

Gemeinsam mit den Schülern wurden die Themenblöcke anhand der gezeigten Videos diskutiert. Denn, so die Schüler, die demokratische Diskussion sei der beste Weg zur Erkenntnis. Das Ergebnis? Karer motiviert mit dem seit diesem Schuljahr eingeführten neuen Zeitmodell am Gymnasium zu mehr „Mut zum Wandel“ und betont, dass Bildung aber in erster Linie der Menschwerdung diene: „Wir befinden uns in einer schnelllebigen Zeit. Und schnell kann man nur an der Oberfläche sein. Ziel sollte sein, sich wieder mehr in die Tiefe zu bewegen.“ Strugl verweist in der Diskussion auf das Buch des Mitbegründers der Academia Superior Markus Hengstschläger „Die Durchschnittsfalle“: „Gleichheit heißt nicht Chancengerechtigkeit: Damit alle die gleichen Möglichkeiten haben, braucht jeder etwas Anderes.“ Geyrecker berichtete über die Unterrichtsform COOL (Cooperatives Offenes Lernen), durch die individuelles Potential und Talente der Schüler mehr gefordert und gefördert würden. Die Aufwertung des Lehrberufes sahen alle Diskussionsteilnehmer als wichtigen Ansatzpunkt für ein besseres Bildungssystem: „Exzellente Lehrer können Lebenswege verändern“, meint Reingruber, und Strugl betont: „Wenn wir die besten Pädagogen haben, haben wir auch gute Schulen.“

„Bildung kann zu einer besseren Existenzform verhelfen.“

Michael Strugl

„Bildung soll das Potential jedes Einzelnen entdecken und individuell fördern.“

Helga Geyrecker

„Bildung dient der Menschwerdung. Bildung verschafft Freiheit. Denn, wie Franz von Sales sagt: Freiheit ist der kostbarste Teil des Menschen.“

Ferdinand Karer

„Bildung soll dem Menschen einen dialogischen und gewaltfreien Austausch ermöglichen.“

Franz Gruber

„Bildung soll allen gesellschaftlichen Teilhabern ein selbstwirksames Leben ermöglichen.“

Bernhard Reingruber