"Kinder zum Nulldefizit erziehen"

Taschengeld: "Kinder zum Nulldefizit erziehen"

Bargeld ist das beliebteste Zahlungsmittel, zeigt eine Studie anlässlich des Weltspartags. Mit der "Initiative Taschengeld" soll der richtige Umgang mit Geld in den Schulen thematisiert werden, sagen Landeshauptmann Thomas Stelzer und Gerhard Starsich, Generaldirektor der Münze Österreich.

Wer in Österreich zur Kasse gebeten wird, zückt bevorzugt sein Geldbörsel: 80 Prozent aller Zahlungen erfolgt in bar, ergibt eine Studie zur „volkswirtschaftlichen Bedeutung des Bargelds" im Auftrag der Münze Österreich anlässlich des Weltspartags am 31. Oktober. Trotz der wachsenden Konkurrenz durch Kreditkarte, Paypal oder NFC würden „viele Personen Bargeld als besonders schnell, bequem und einfach wahrnehmen und darin ein Mittel zur effektiven Kontrolle ihrer Finanzen sehen“, heißt es in der Studie.

Das fängt schon bei den ganz Kleinen an: „Taschengeld ist ein hervorragendes Übungskapital", sagt Gerhard Starsich, Generaldirektor der Münze Österreich. Zusätzlich soll der Umgang mit Geld auch in den oberösterreichischen Schulen thematisiert werden, kündigt Landeshauptmann Thomas Stelzer an: „Wir starten in Oberösterreich die 'Initiative Taschengeld' an den Schulen." Eigens gestaltete Unterrichtsmaterialien und Stundenbilder sollen das Thema für Acht- bis Fünfzehnjährige altersgemäß und spannend aufbereiten und sie so „vor der Schuldenfalle bewahren", erklärt Starsich: „Was muss man tun, damit das Geldbörsel niemals leer wird? Entweder die Eltern sekkieren oder mit dem Geld sparsam umgehen."

Nicht nur von Landeshauptmann Stelzer war eine „Liebeserklärung an das Bargeld" zu hören: Münzen und Scheine sind auch eine verbreitete Methode zur Wertaufbewahrung. 50 Prozent des Bargeldes im Umlauf wird zu Hause als Sparbuchersatz gebunkert, nur 25 Prozent zur Durchführung der Zahlungen genutzt und weitere 25 Prozent sind im EU-Ausland. Für Starsich liegen die Vorteile auf der Hand: „Bargeld ist schnell verfügbar, man braucht keinerlei digitale Kompetenz und es funktioniert in Katastrophenfällen unabhängig von Strom."

Wie wichtig es ist, unseren Kindern finanzielle Bildung mitzugeben, sehen wir auch an den hohen Zahlen der Verschuldung unserer Jugend. Wir laden Eltern und Schulen ein, Kinder und Jugendliche zur Einhaltung eines privaten Nulldefizits zu erziehen.

Landeshauptmann Thomas Stelzer

Es ist nie zu früh, mit finanzieller Bildung zu beginnen und Taschengeld ist ein hervorragendes Übungskapital.

Gerhard Starsich Generaldirektor Münze Österreich
Landeshauptmann Thomas Stelzer und Gerhard Starsich, Generaldirektor Münze Österreich

Landeshauptmann Thomas Stelzer und Gerhard Starsich, Generaldirektor Münze Österreich