Landesspitäler und Uni-Klinik unter einem Dach

Uniklinik und Landesspitäler unter einem Dach

Die neu gegründete Gesundheitsholding bündelt die Landesbeteiligungen am Kepler Universitäts-Klinikum (KUK) und an der Gespag. Das Land verspricht sich davon Einsparungen von jährlich 7,5 Millionen Euro.

Von einem „großen Wurf“ spricht Landeshauptmann Thomas Stelzer und freut sich über „eine positive Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung“: Das Land Oberösterreich führt sämtliche Beteiligungen in einer neuen Gesundheitsholding zusammen, die Mitte 2019 ihren Betrieb aufnimmt . Bereits jetzt beginnt die Suche nach der künftigen Geschäftsführung, die aus drei Personen (Forschung und Strategie, Finanzen sowie Medizin) bestehen soll.

„Die Steuerung aus einer Hand gewährleistet eine effektive Ressourcenverwendung “, verspricht LH-Stv. Michael Strugl. Das Land erwartet sich zahlreiche Synergieeffekte und Kosteneinsparungen von jährlich mindestens 7,5 Millionen Euro im nicht-medizinischen Bereich – ganz ohne Personalabbau. „Wir brauchen alle 14.500 Mitarbeiter, sie haben eine Aufgabe“, betont Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander. Als erste Maßnahme zur Kostenreduktion wird ein einheitliches Personalsystem geschaffen. Über weitere Einsparungen gibt es noch keine konkreten Angaben. LH-Stv. Manfred Haimbuchner legt jedoch Wert darauf, dass „mehr Steuergeld bei den Patienten ankommt“.

Vom Land und der Stadt Linz wird die gute Kooperation im Fall des KUK gelobt: Dieses ist zu 25,1 Prozent im Besitz der Stadt, der Rest wird nun in die Landesgesundheitsholding eingegliedert. „Ich habe persönlich viel Verständnis dafür, ähnlich gelagerte Aufgaben in einer Holding zusammenzuführen“, sagt der Linzer Bürgermeister Klaus Luger. „Es geht nicht nur ums Geld sparen, sondern darum, Kräfte zu bündeln, wo es Sinn macht.“

Kernaussage

Das ist eine der größten Weichenstellungen der letzten Jahrzehnt in der oberösterreichischen Gesundheitslandschaft.

Landeshauptmann Thomas Stelzer