„Wer bewegt ist, kann auch etwas bewegen“

Irgendwann, meist in der zweiten Lebenshälfte, kommt der Moment: Man spürt, es geht nicht mehr ums Haben. Es geht ums Sein. Und das ist keine Frage des Geistes oder des Körpers. Es ist eine Frage des ganzen Menschen. Deshalb hat das Unternehmen DreamTeam ein Führungskräfteprogramm ins Leben gerufen, das ganzheitlich aufgebaut ist – für mentale und körperliche Fitness. Wie das funktioniert? Dazu haben wir Eigentümer und geschäftsführenden Gesellschafter Erich Schönleitner und einen der insgesamt acht Coaches, Mentaltrainer Wolfgang Fasching, interviewt.

Die Arbeitswelt verändert sich. Und mit ihr die Ansprüche an Führungskräfte. Was macht eine gute Führungskraft heute aus?

Schönleitner_Emotionen sind der Schlüssel. Emotional bewegte Menschen können etwas und jemanden bewegen. Dazu braucht man einen guten Bewegungsstatus. Jemand, der eingeklemmt ist, sich nicht wohlfühlt in seiner Haut, wird als Führungskraft nicht emotional bewegen können. Das kann er nur dann, wenn er authentisch ist, eine gute Erdung hat und sich auf das Hier und Jetzt konzentriert. Egal ob im Mitarbeitergespräch, im Interview oder im Meeting – sein Hirn und Herz sind fokussiert auf den Moment.

Wie erreicht man diesen guten Bewegungsstatus?

Fasching_Menschen bestehen aus Körper, Geist und Seele, aus Beruflichem und Privatem – das alles gehört zusammen, man kann es nicht trennen. Man erreicht diesen Bewegungsstatus also nur dann, wenn man ganzheitlich an sich arbeitet.

Schönleitner_Deshalb haben wir unser Führungskräfteprogramm so aufgebaut, dass man von der Bewegung und Beweglichkeit zur Bewegtheit kommt. Erster Punkt: Wertschätzung. Und zwar für sich selbst. Wir sind es gewohnt, Wertschätzung für die Familie, den Freundeskreis, Teammitglieder und die Firma aufzubringen. Aber es muss bei uns selbst beginnen. Ich muss mich selbst sehr wertig sehen – so wie ich mit mir umgehe, so gehe ich mit anderen um. Nur wenn ich einen guten Selbstschutz vor Stressanfällen und Entgleisungen habe, wenn ich selbst stark bin, kann ich für andere stark sein.

Fasching_Es geht daher beim Programm „MyVitality“ sehr stark um das Sein und nicht um das Haben. Natürlich wollen wir alle Geld verdienen. Aber die viel wichtigeren Werte sind letztendlich die inneren Werte. Zwischen Wohlstand und Wohlfühlen ist ein richtig großer Unterschied - so wie bei Glück haben und glücklich sein. Erst wenn man mit sich im Reinen ist, kann man nach außen wirken – dann schmeißt einen auch nichts so schnell um, weil man zu dem steht, was man macht.

Wie kann man so eine mentale Stärke aufbauen?

Fasching_Mentale Stärke heißt auch: Gut zu sein, wenn’s darauf ankommt, und trotzdem eine gewisse Lockerheit zu haben. Man kann nicht auf einen Knopf drücken, eine mentale Technik anwenden und dann läuft’s. Es braucht verdammt viel Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Und die werden nicht besser, indem man ein Seminar nach dem anderen besucht. Theorie ist das Eine, das Tun ist das Andere. Und dabei kommt man nicht daran vorbei, auch mal zu scheitern. Du musst einfach die Dinge tun, die du dir nicht zutraust. Es bringt nichts, hunderte Bücher über Mut zu lesen, davon wird man nicht mutiger. Vorträge, Bücher, Seminare können Impulse geben, doch dann muss man in die Eigenverantwortung gehen. Wenn einer nervös ist, wenn er vor vielen Leuten redet, dann hilft nur eines: Er muss es wieder und wieder tun. Diesen Mut zu haben, da trennt sich die Spreu vom Weizen.

Schönleitner_Und dazu braucht es die Kultur, Fehler machen zu dürfen. Aus Fehlern lernen zu können, macht einen locker. Sieger stehen einmal mehr auf als Verlierer. Es ist ein Haltungsthema. Im Nike-Slogan steckt’s drin: „Just do it“, tu es einfach.

Und wenn man stürzt?

Fasching_Dann bringt einen das weiter. Allerdings merkt man das natürlich erst später. Ich kenne keinen Menschen, der mitten in der Krise ist und laut ruft: „Ich lerne gerade so viel!“ Das sieht man erst im Nachgang und aus der Entfernung im Rückspiegel.

Mutig zu sein bedeutet auch, Grenzen zu überschreiten. Wie lernt man das bei „MyVitality“?

Schönleitner_Ziele spielen dabei eine wesentliche Rolle. Im Management werden jene, die hungrig nach Zielen sind, diese auch erreichen. Management braucht Mut – Mut, um die Seile vor der Grenze loszulassen, dann aber nicht blindlings über die Grenze zu gehen, sondern das Risiko zu kalkulieren. Unser Programm ist in zwölf Modulen aufgebaut – jedes bringt einen ein Stück weiter, um körperlich und mental fit zu sein: für mutige, kluge Entscheidungen._

Management braucht Mut.

Erich Schönleitner Geschäftsführer, Dreamteam

Zwischen Wohlstand und Wohlfühlen ist ein richtig großer Unterschied.

Wolfgang Fasching Extremsportler, akademischer Mentalcoach und Teil des Trainerteams von „MyVitality“

MyVitalityvon Dreamteam

My Vitality „powered by“ DreamTeam ist ein ganzjähriges, aktives wie reflexives Curriculum für erfolgreiche Führungskräfte in der zweiten Lebenshälfte. Zur ausgewogenen Balance im persönlichen Spannungsfeld zwischen Organismus und Organisation.

Starttermine für 2019_

12.03.2019 in Linz oder

21.03.2019 in Wien

Anmeldung und Infos_

www.dreamteam.at

#Ähnliche Artikel

Volle (Führungs)kraft voraus!

Noch nie war die Geschwindigkeit so hoch. Märkte sind unsicher, Innovationen schießen wie Pilze aus dem Boden und stellen alteingesessene Geschäftsmodelle in Frage, die Digitalisierung schafft für Unternehmen tagtäglich neue Herausforderungen. Wer da mithalten will, muss schnell sein. Schnell im Entscheiden und schnell im Umdenken. Ein Kraftakt für den Verstand. Und für den Körper. Deshalb würden herkömmliche Führungskräftecoachings heute nicht mehr ausreichen, findet Erich Schönleitner, Gründer des Programmes „MyVitality“, bei dem er mit einem siebenköpfigen Trainerteam Top-Führungskräfte physisch wie psychisch fit machen will.

Wo der Mitarbeiter König ist

Allerorts klagt das Gastgewerbe über den Fachkräftemangel. Nicht so im Dachsteinkönig in Gosau: Hier gibt es sogar eine Warteliste an Bewerbern. Was bei der täglichen Arbeit in dem Vierstern-superior Kinderhotel anders ist, erzählen der stellvertretende Hoteldirektor Mario Pabst (29) und der 17-jährige Lehrling Erik Höll.

"Mitarbeiter sind nicht blöd"

Der Kampf um die besten Köpfe wird härter und erfordert ein radikales Umdenken beim Personalmanagement. Der Employer-Branding-Spezialist Gerhard Preslmayer, Geschäftsführer der Agentur SPS Marketing, erklärt, wie sich Unternehmen als attraktiver Arbeitgeber präsentieren und dadurch Mitarbeiter gewinnen, halten und langfristig motivieren können.

Karriere mit Qualität(ssicherung)

Die Generation Y hat den Ruf, willig ihre Arbeitgeber zu wechseln. Barbara Aumayr ist das ziemlich egal. Zwar gehört sie mit ihren 30 Jahren zu eben dieser Generation, den Arbeitgeber hat sie aber seit ihrem Praktikum nicht mehr gewechselt. Sie arbeitet in der Qualitätssicherung des Backgrundstoffherstellers Backaldrin und vertritt seit einem Jahr die Laborleitung. „Wozu wechseln?“, fragt sie. „Ich fühle mich hier rundum wohl und man gibt mir Perspektiven.“

PR

Weibliche Energie bei Fronius

Bei Fronius leben die Mitarbeiterinnen erfolgreich vor, dass ein technisches Umfeld und individuelle Karrierevorstellungen auch für Frauen vereinbar sind. Der internationale Hightech-Konzern motiviert mit Talenteförderung, schafft Flexibilität und unterstützt bei der persönlichen Weiterentwicklung. Die Rahmenbedingungen ermöglichen zudem eine optimale Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Von Quoten, Kämpfen und Überzeugungsarbeit

Warum Quoten in der Wirtschaft keinen Platz haben, wofür aktuell in der Arbeitswelt gekämpft wird und wo noch Überzeugungsarbeit notwendig ist, erzählen drei Persönlichkeiten, die in neuen Führungspositionen vor großen Herausforderungen stehen.

Was man aus einem Hangover lernen kann

Für Julian Juen muss es der schlimmste Kater seines Lebens gewesen sein: 38 Millionen Flaschen seines aus der Kaktusfeige hergestellten Anti-Hangover-Drinks Kaahée soll er 2011 für einen großen österreichischen Getränkehersteller produzieren. Über Nacht wird der Vertrag plötzlich gekündigt. Frei nach dem Motto des ehemaligen britischen Premierministers Winston Churchill „If you go through hell, keep going“ lässt sich Juen aber nicht beirren: Sieben Jahre danach hat er nicht nur mit Kaahée den Durchbruch geschafft, sondern gibt seine Erfahrungen mit der Urban Food and Beverage GmbH nun auch an andere Marken weiter.

Geborgt und geborgen

Zeitarbeiter werden in manchen Unternehmen als Beschäftigte zweiter Klasse gesehen. Damit die Motivation hoch bleibt, setzt der Personalüberlasser Teampool auf offene Kommunikation, gegenseitiges Vertrauen und regelmäßige Besuche in den Betrieben. Und gewinnt damit die Treue seiner Mitarbeiter.

#1 Eine verdammt gute Lehre

Nach 24 Jahren in ihrem Lehrbetrieb hat sich Alexandra Saidnader mit der eigenen Firma selbstständig gemacht. Ihrem früheren Arbeitgeber ist sie dankbar für die vielen Einblicke, die ihr das familiäre Unternehmen gewährt hat. Ihr Wissen will sie nun an die nächste Generation Lehrlinge weitergeben.

„Anfangs musste ich mich durchbeissen“

Andreas Mitterlehner ist seit vierzehn Jahren Generaldirektor der Hypo Oberösterreich. Im Gespräch lässt der 58-Jährige seine Gedanken über neue Gefahren für Banken, Kulturelemente in der Finanzwelt, nachgesagte Familienclans und Herausforderungen beim Berufseinstieg springen.

#2 Sportliche Laufbahn

Veränderung ist die einzige Konstante im Leben – besonders in jenem von Rudolf Grassmann: Nach einer Lehre zum Elektrotechniker studierte er Jus, um schließlich in den Bereich Sportsponsoring bei Backaldrin einzusteigen. Ständige Weiterentwicklung ist die Motivation des 30-jährigen Hobbyläufers. Viel kann er von Sportlern lernen.

#3 Schöner Karrierestart

Mit 20 Jahren erfüllt sich Julia Moser ihren Kindheitstraum und eröffnet ihren eigenen Kosmetiksalon Prachtwerk. In einer Branche, die von Äußerlichkeiten lebt, will sie weg vom Oberflächlichen und die individuelle Persönlichkeit ihrer Kunden sichtbar machen. Für die nahe Zukunft hat die Jungunternehmerin schon große Pläne.

Megatrend Gesundheit: Mega-Karrierechance

Gesund sein, gesund bleiben, gesund werden – die Grundlage für ein gutes Leben ist Gesundheit. Unsere Gesellschaft ist heute gesünder als je zuvor. Zu tun hat das ohne Zweifel auch mit dem immer höher qualifizierten Personal im Gesundheitswesen. Und es braucht noch mehr von diesem Personal. Denn die Nachfrage ist groß – keine andere Branche boomt so wie die Gesundheitsbranche. Die besten Voraussetzungen also für gute Karrierechancen. Aber was, wenn man weder Arzt noch Gesundheits- und Krankenpfleger werden möchte? Dann gibt es noch verdammt viele andere Möglichkeiten, in der Branche Fuß zu fassen: Welche das sind und wer dafür geeignet ist, das haben wir in Oberösterreichs größter Ausbildungsstätte für Gesundheitsberufe in Erfahrung gebracht.

Die Welt ist MINT

MINT ist in aller Munde. Aber nicht als Zuckerl für frischen Atem, sondern als griffige Abkürzung für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – Bereiche, die fließend ineinander übergehen und schier unendliche berufliche Möglichkeiten ergeben. Die geballten MINT-Kompetenzen in den heimischen (Hoch-) Schulen und Unternehmen sind zudem zu einem Aushängeschild für Oberösterreich geworden. Die Job-Chancen für MINT-Absolventen im Industriebundesland Nummer 1 sind bestens.

Führung? Klare Sache.

Change, change, change. Wenn ein Wandel im Unternehmen ansteht – egal ob durch die Zusammenführung zweier Konzerne, das Ziel, effizienter zu werden oder die Erschließung neuer Märkte – Changemanagement ist kein Kinderspiel. Schon gar nicht, wenn man als neue Führungskraft diesen Wandel einläutet. Wichtigster Erfolgsfaktor dabei: Klarheit. Darin sind sich die drei Führungspersönlichkeiten, die seit kurzem eine neue Position besetzen, einig.

Yeah! Ich hab eine gute Idee. Und jetzt?

Aller Anfang ist schwer. Wie starte ich meine Karriere als Unternehmer? Gründungsmythen, To-dos, wichtige Anlaufstellen und Tipps im Überblick. Gründer müssen nicht alles wissen, sondern nur, wo sie sich Hilfe holen können.

Kann man Unternehmertum lernen?

Viele heute weltweit führenden Unternehmen wurden von Schulabbrechern in Garagen gegründet. Trotzdem ist die Förderung des unternehmerischen Gedankens in Bildungseinrichtungen äußerst wichtig – darin sind sich Experten einig. Wie gelingt das am besten und wie gut ist Oberösterreich aufgestellt?

„Jetzt ist eine gute Zeit zum Gründen“

Zehn Jahre war Florian Gschwandtner das Gesicht des oberösterreichischen Vorzeige-Start-up Runtastic – mit Ende des Jahres verlässt er das Unternehmen. Mit uns spricht er über sein neues Buch „So läuft Start-up“, die Gründungszeit von Runtastic und wohin er nun laufen wird.