Wirtschaftsbund wächst und hat neue Ziele

Wirtschaftsbund wächst und hat neue Ziele

Der Wirtschaftsbund Österreich konnte seine Position als größte wirtschaftspolitische Interessensvertretung ausbauen: In den vergangenen Monaten schlossen sich mehr als 360 Wirtschaftstreibende der Organisation an, die nun insgesamt etwa 17.100 Mitglieder zählt. Bei einer Pressekonferenz gaben Landesobmann Christoph Leitl und Geschäftsführer Wolfgang Greil die bisherigen Erfolge und weiteren Ziele für das Jahr 2014 bekannt.

Besonders stolz ist man auf den neuen Handwerkerbonus, der ab 1. Juli erstmals in Kraft tritt. „Durch die Förderung von Sanierungsmaßnahmen sollen wachstumsbelebende Impulse gesetzt werden, zugleich ist das ein wichtiger Erfolg im Kampf gegen die Schwarzarbeit“, sagt Leitl. Bei Renovierungen, Erhaltung oder Modernisierung von Wohnobjekten können offiziell versteuerte Arbeitsleistungen von Handwerkern mit maximal 600 Euro gefördert werden. „Das ist vor allem wichtig für die heimischen Klein- und Mittelbetriebe“, sagt Leitl. Weitere Punkte sind die GmbH Neu, die für die ersten zehn Jahre ab Gründung als Erleichterung gilt, und die Steuerbegünstigung durch den Gewinnfreibetrag, der in vollem Umfang erhalten bleibt. Bei Gewinnen über 30.000 Euro jährlich gibt es weiterhin die Möglichkeit, in begünstigte Wohnbauanleihen zu investieren. Leitl: „Es ist manchmal auch ein Erfolg, Errungenschaften zu behalten“.

Keine neuen Belastungen für den Mittelstand

Für die Zukunft fordert der Wirtschaftsbund keine neuen Steuern, sondern Reformen. Der Mittelstand sei am Limit. Laut einer IMAS-Umfrage ist für zwei Drittel der Unternehmer der Arbeitsdruck „voll und ganz“ gestiegen. Am meisten würden die Bürokratie und unflexible Arbeitszeiten den unternehmerischen Mittelstand belasten. „Daher brauchen wir die Umsetzung eines Bürokratie-Abbau-Gesetzes“, sagt Leitl. Er erwartet, dass das Bürokratie-Abbau-Gesetz bis Anfang 2015 rasch und effektiv umgesetzt wird. Weitere Forderungen ist eine Arbeitszeitflexibilisierung (ohne Tauschgeschäfte), eine Strategie gegen den Fachkräftemangel und eine Steuerreform, allerdings ohne neue Belastungen für den Mittelstand.

Mit diesen Forderungen scheint der Wirtschaftsbund nicht alleine zu sein. „Zuletzt haben sich uns mehr als 362 Wirtschaftstreibende angeschlossen“, sagt Greil. Insgesamt hat die Organisation nun 17.100 Mitglieder.