Exportrekord

Exportrekord

2018 wird das erfolgreichste Exportjahr in der Geschichte Oberösterreichs. Die Firmen exportierten Waren im Wert von 39 Milliarden Euro und damit um 6,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Export müsse aber zukünftig noch breiter aufgestellt werden, erklärt WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer beim Exporttag.

Zwei von drei Euro verdient Oberösterreich im Ausland. Knapp 11.000 Unternehmen exportieren 2018 Waren im Wert von 39 Milliarden Euro. Ein Viertel der österreichischen Warenexporte kommt aus Oberösterreich. Weiters ist die oö. Warenexportquote mit 58 Prozent auch im internationalen Vergleich hoch und um 20 Prozent höher als im Österreichschnitt.

Die heimische Exportwirtschaft habe im ersten Halbjahr 2018 von einer sehr guten internationalen Konjunktur profitiert. Man wisse aber, dass die Hochkonjunktur vorbei sei und daher sei es nun besonders wichtig, die Exportwirtschaft zukünftig breiter aufzustellen , erklärt Doris Hummer, Präsidentin der Wirtschaftskammer Oberösterreich (WKOÖ) bei einer Pressekonferenz gemeinsam mit LH-Stv. Michael Strugl sowie WKOÖ-Direktor Hermann Pühringer anlässlich des Exporttages. Für die Veranstaltung meldeten sich 1.001 Personen an, die von 40 Wirtschaftsdelegierten der Außenwirtschaft Österreich in Einzelgesprächen informiert wurden.

50 Prozent der Exporte gehen nach Deutschland, Italien sowie in die USA. Deutschland ist mit einem Anteil von 38 Prozent der wichtigste Absatzmarkt. Es brauche „eine Verbreiterung der Ziellandstruktur “, so Hummer. Vor allem in den USA gebe es „eine riesen Chance“: Bis 2020 will man 25 Prozent Übersee-Exportanteil erreichen. Weiters wolle man die exportierten Warengruppen verbreitern . Aktuell wird 60 Prozent des Exports mit nur fünf von 98 Warengruppen erreicht. Dabei handelt es sich um Maschinen und mechanische Geräte, Kfz/Zugmaschinen, Eisen und Stahl, elektrische Maschinen und Elektrotechnik sowie Kunststoffe. „Wir müssen mehr und andere Produkte exportieren“, sagt Hummer und nennt als potentielle weitere Branchen die Umwelt- und Energietechnik, Möbel sowie Holz und Lebensmittel. Als dritten Punkt, bei dem die oberösterreichische Exportwirtschaft noch Aufholbedarf hat, nennt Hummer den Dienstleistungsbereich . Oberösterreich hat aktuell nur einen Anteil von elf Prozent an den gesamten österreichischen Dienstleistungsexporten. Bis 2020 wolle man einen 15-Prozent-Anteil erreichen.

"Wir nähern uns in großen Schritten der 40-Milliarden-Schwelle bei der oö. Exportwirtschaft."

Doris Hummer Präsidentin, WKOÖ