WK-Wahl: WB verliert 9,8 Prozent

Die Unternehmer in Oberösterreich haben ihre Interessensvertreter gewählt. Der Wirtschaftsbund bleibt zwar die bestimmende Kraft, verliert aber 9,8 Prozent im Vergleich zur vergangenen Wahl.

Die Fraktion kommt auf 65,4 Prozent der Stimmen. Auf Platz zwei folgt mit 14,7 (+3,6) Prozent die Liste "Freiheitliche und Parteifreie - RfW - Wolfgang Klinger", Platz drei ging an die Grüne Wirtschaft mit 9,5 Prozent (+3,5 Prozent), der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband SWV kommt auf 7,5 Prozent (+0,7 Prozent). Die erstmals angetretenen UNOS erreichten 1,9 Prozent der Stimmen.

Deutlich gesunken ist die Wahlbeteiligung: Gaben 2010 noch 46,5 Prozent ihre Stimme ab, waren es diesmal nur noch 42,1 Prozent. Damit liegt Oberösterreich im Bundesländer-Vergleich gemeinsam mit Niederösterreich auf Platz 3 hinter Salzburg und der Steiermark. Den Grund dafür sieht WKOÖ-Direktor Walter Bremberger an einer zunehmenden Partei- und Politikverdrossenheit.

Beim Wirtschaftsbund will man das Ergebnis analysieren. "Wir haben unsere Erwartungen nicht erfüllt, das Ergebnis ist sicher nicht angenehm, aber wir bleiben weiter die klar bestimmende Kraft", sagt WB-Direktor Wolfgang Greil. Das Ergebnis sei ein Spiegelbild der Versäumnisse der Politik. Die heimischen Betriebe leiden unter starken Belastungen - dass die Stimmungslage angespannt ist, habe sich auch schon in Gesprächen gezeigt. "Was zählt ist, dass wir weiterhin diejenigen sind, die etwas gestalten können, wir wollen auch in Zukunft etwas für die Wirtschaft bewegen", sagt Spitzenkandidat Rudolf Trauner.