"Frau in der Wirtschaft" hat neue Landesvorsitzende

"Frau in der Wirtschaft" hat neue Landesvorsitzende

"Sicherlich die Hälfte der oberösterreichischen Unternehmen wird mittlerweile auf Führungsebene stark von Frauen beeinflusst - bei den Neugründern sind 47 Prozent weiblich"

Ulrike Rabmer-Koller

Frau in der Wirtschaft Oberösterreich hat eine neue Landesvorsitzende. Ulrike Rabmer-Koller übergab am Montag bei einer Pressekonferenz das Ruder offiziell an Margit Angerlehner, die einstimmig gewählt wurde. „Ich kann stolz zurückblicken auf die sechseinhalb Jahre in der Funktion. Wir haben es geschafft, dass wir in allen Bezirken flächendeckend Bezirksorganisationen aufgestellt haben, wir haben über 100 Funktionärinnen, die ehrenamtlich für Frau in der Wirtschaft tätig sind“, sagt Rabmer-Koller.

Weiters sei es gelungen, soziale Absicherung und steuerliche Entlastungen für Unternehmerinnen zu bewirken, etwa durch die Erhöhung des Wochengeldes, die Befreiung der Beitragspflichten zur Sozialversicherung bei Wochengeld- und Kinderbetreuungsgeldbezug und den Anspruch auf Krankengeld für Selbstständige.

„Trotzdem wird Frauen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf immer noch schwer gemacht“, sagt Rabmer-Koller und kritisiert ungenügende Öffnungszeiten bei den Betreuungseinrichtungen, wenig flexible Arbeitszeiten und praxisfremde Ferienregelungen in Schulen.

Die neue Landesvorsitzende Margit Angerlehner will den Schwerpunkt ihrer Tätigkeiten auf Ein-Personen-Unternehmen legen. Sie selbst gründete vor fünfzehn Jahren mit „Mode im Maß der Zeit“ ein solches Unternehmen, wo sie an vielfach ausgezeichneten Entwürfen für Hosenanzüge bis zu Trachten und Abendkleidung arbeitet. „Nach fünfzehn Jahren Selbstständigkeit weiß ich, was Ein-Personen-Unternehmen brauchen“, sagt sie, „besonders wichtig ist der fachliche und soziale Austausch mit Gleichgesinnnten.“

Angerlehner ist seit 2009 bei Frau in der Wirtschaft, zuerst als stellvertretende Bezirksvorsitzende, und ab 2014 dann als Bezirksvorsitzende Linz-Land. „Um für einen inspirierenden Austausch zu sorgen, müssen wir noch viel mehr Frauen erreichen – von der Einzelunternehmerin bis hin zu Führungskräften“, sagt sie.