Geteilte Meinung zur Wirtschaftsentwicklung

Geteilte Meinung zur Wirtschaftsentwicklung

„Das Meinungsbild zur Wirtschaftsentwicklung in Oberösterreich ist stark geteilt in Optimismus und Pessimismus“

Michael StruglWirtschafts-Landesrat

Die Stimmungslage der Menschen hat Einfluss auf ihre Verhaltensweise und damit auch auf die wirtschaftliche Entwicklung. Mit einer neuen IMAS-Studie wollte das Land Oberösterreich deswegen herausfinden, wie die Bevölkerung die Wirtschaftsentwicklung im Land einschätzt. Das Ergebnis: „Die erwartete Entwicklung geht nicht einher mit der Stimmung im Land“, sagt Wirtschafts-Landesrat Michael Strugl. Denn während für Oberösterreich 1,9 Prozent Wirtschaftswachstum im kommenden Jahr prognostiziert werden, ist die Stimmung teilweise negativ. „Die Daten sind jedenfalls besser als die Stimmung“, sagt Strugl.

Und so sieht die Stimmung aus: 46 Prozent der Befragten gaben an, das Gefühl zu haben, in einer glücklichen Zeit zu leben, 45 Prozent hingegen meinten, es wäre eine ziemlich schwierige Zeit. Ein ähnlich geteiltes Meinungsbild gab es auch im Bezug auf den wirtschaftlichen Ausblick. 43 Prozent sehen beruhigt in die Zukunft, 48 Prozent der Befragten hingegen eher besorgt. Eher pessimistisch sind viele bei der vermuteten Entwicklung des Lebensstandards: 34 Prozent vermuten eher, sich in einem Jahr weniger leisten zu können als jetzt, nur sechs Prozent glauben, dass sie dann mehr Kaufkraft besitzen werden. 55 Prozent rechnen mit einer Stagnation.

Im Vergleich zu anderen Bundesländern sehen die Befragten aber viel Potential im Standort. 46 Prozent gaben an, dass die junge Generation in Oberösterreich eher bessere Entwicklungsmöglichkeiten habe als in anderen Bundesländern. „Wir haben ein gewisses Vertrauen in den Standort ausgemacht, gleichzeitig aber auch eine ausgeprägte Sorge was die Standortentwicklung betrifft“, sagt Strugl. Nun sei es die Aufgabe der Politik, einerseits den Optimismus zu stärken und andererseits Maßnahmen zu setzen.