Vorne dabei sein ist alles. Oder: Gold für Alu

Zweiter zu sein, ist ihm zu wenig. Helmut Wieser weiß, wie man gewinnt - im Sport ebenso wie in der Wirtschaft. Und eigentlich braucht es in beiden Fällen das Gleiche: eine Vision, ein Team, Ausdauer, Umsetzungskraft sowie einen verdammt starken Willen. Letzteres bewies der Vorstandschef des Aluminiumkonzerns Amag schon als kleiner Junge: „Ich will bei den Olympischen Spielen teilnehmen“, beschloss er damals. Und erreichte sein Ziel. Heute sagt er: „Wir wollen der wichtigste Spezialanbieter für unsere Produkte weltweit sein.“ Wenn man sich seinen Karriereweg ansieht, bleiben keine Zweifel, dass er auch dieses Ziel erreichen wird. Ein typischer Macher also. Oder etwa nicht?

Eigentlich ist Helmut Wieser vorerst nämlich gar nicht überzeugt davon, sich als „Macher“ bezeichnen zu lassen. Und weigert sich, von unserem Cover zu lachen. Wobei es keineswegs das Lachen ist, das der 63-Jährige verweigert (er lacht sogar sehr oft), es wäre ihm nur wesentlich lieber, das gesamte Team der Amag unter den Titel „Die Macher“ zu stellen. Er sei schließlich nicht alleine für den Erfolg des Konzerns verantwortlich. Nun ja, ein etwas schwieriges Unterfangen, mehr als 1.700 Mitarbeiter auf einem A4-Format abzubilden. Dass ihm seine Leute wirklich so wichtig sind, kauft man ihm jedenfalls ab – was natürlich auch daran liegen könnte, dass man ihm generell vieles abkauft, er ist schließlich als exzellenter Verkäufer bekannt. Aber dazu später.

Seine Motivation, Mitarbeiter vor den Vorhang zu holen und sie als Motor für den Erfolg zu erkennen, holte er sich tatsächlich schon in jungen Jahren, kurz nach seinem Studium. Voller Enthusiasmus wollte er bei seinem damaligen Arbeitgeber Neuerungen vorschlagen. Um diese anzubringen, musste er jedoch vor eine sechsköpfige Kommission treten, schon der Weg dorthin war mühsam. „Was wollen’S denn?“, war dann die Frage. „Ich brachte schließlich meine Ideen an, wie wir besser werden könnten. Wirklich gute Ideen. Erst ein Jahr später bekam ich die Antwort – alle acht Vorschläge wurden abgelehnt“, erzählt Wieser. Heute lacht er darüber. Denn eigentlich sei das doch ganz positiv gewesen. „Die beste Motivation dafür, es hier ganz anders zu gestalten.“ Wer in der Amag also eine Idee zur Verbesserung hat, kann diese auf sehr unkomplizierte Art und Weise vorbringen und muss maximal eine Woche auf die Rückmeldung warten. „Wir bekommen 10.000 Vorschläge pro Jahr, das sind umgerechnet sieben pro Mitarbeiter“, erzählt er stolz. Und diese seien immens wichtig. Immerhin habe er ambitionierte Ziele für den größten österreichischen Aluminiumerzeuger mit Standort in Ranshofen im Innviertel. Genau dort treffen wir ihn zum Interview.

Dabei sein ist alles – bei Olympia und auch in der Wirtschaft. Wie qualifiziert man sich denn, damit man heute wie morgen am Weltmarkt mitspielen kann?

WieserDas Wichtigste: Man braucht eine Vision! Ich wollte immer zu den Olympischen Spielen, das habe ich mir in den Kopf gesetzt. Natürlich gibt es auf dem Weg dorthin Hürden zu überwinden. Und deshalb braucht es auch jede Menge Ausdauer. Das ist hier bei der Amag ja dasselbe – das Ziel, der wichtigste Spezialanbieter für unsere Produkte weltweit zu werden, kann man nicht in zwei Jahren erreichen. Dazu braucht man eine Timeline und verschiedene Strategien, zehn bis fünfzehn Jahre muss man sich Tag und Nacht dafür einsetzen. Im Sport habe ich ja auch zehn Jahre lang professionell trainiert, bevor ich zu den Sommerspielen in Moskau gefahren bin.

Aber definiert man Ziele heute überhaupt noch selbst oder werden diese vielmehr vom Kunden vorgegeben?

WieserWenn der Kunde ein Produkt mit zwei Metern Breite braucht und du keine Stücke in dem Maß hast, dann bist du kein Lieferant. Es geht also darum, sich eine Strategie zu überlegen, wie man die Kundenanforderungen umsetzt. Dasselbe überlegt sich natürlich die Konkurrenz. Wer hat also die besseren Angebote? Dabei spielt die Technologie eine entscheidende Rolle und hier sind wir sehr gut aufgestellt, wir haben 100 Technologen am Standort. Um die Verhandlungen schließlich zu gewinnen, muss man sich immer wieder von neuem qualifizieren und trainieren. Denn es geht nicht nur um das Dabeisein, man muss ganz vorne dabei sein. Es hilft ja auch nichts, wenn man hinter dem Usain Bolt hinterherrennt und jammert „Der läuft so schnell, das ist unfair!“. Wenn ich nicht vorne bin, muss ich mir etwas einfallen lassen und innovativ sein, um ihn zu überholen.

Die Amag setzt ihren Wachstumskurs fort, steigerte die Absatzmenge deutlich und zog kürzlich einen Mehrjahresvertrag mit Airbus an Land – das mit dem Überholen scheint Ihnen gut zu gelingen. Was steckt dahinter?

WieserVorausschauen ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Und nachdem – wie vorhin schon angesprochen – Innovationen eine entscheidende Rolle spielen, musst du dich rechtzeitig um die besten Leute bemühen. Wir arbeiten sehr eng mit den Universitäten in Leoben, Wien, Graz und Zürich zusammen, Studenten finden bei uns neben Forschungsprojekten auch in Projekt-, Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten interessante Betätigungsfelder. Man muss die Techniker regelrecht vom Markt wegziehen und ihnen ein gutes Umfeld bieten.

Aber ist es nicht schwierig, diese Leute nach Ranshofen zu holen?

WieserIm ersten Moment könnte man meinen, was tun die Leute hier am Ende der Welt (lacht)? Aber erstens wohnen ja viele im Innviertel oder im benachbarten Bayern und zweitens ist die Nähe zu den Bergen ein sehr einladender Vorteil. Im Winter kommen sie schnell zum Skifahren, im Sommer zum Wandern und Bergsteigen. Wobei das alleine natürlich nicht als Argument zählt. Es ist ein Zusammenspiel von vielem – und dass dieses gut funktioniert, sieht man auch daran, dass wir eine extrem niedrige Fluktuation haben. Eine wichtige Rolle spielt natürlich auch unsere Elf-Prozent-Beteiligung der Mitarbeiter. Diese gibt einen guten Drive - ich bin überzeugt, dass sich Mitarbeiterbeteiligungen auf jeden Fall auszahlen.

Sie haben vorhin „Vorausschauen“ als wesentlichen Erfolgsfaktor genannt. Spielen Sie bei diesem Blick in die Zukunft auch Szenarien durch wie „Was wäre, wenn ein innovatives Material auf den Markt kommt, das bessere Eigenschaften zu günstigeren Preisen als Aluminium hat?“

WieserJa, das haben wir täglich, zum Beispiel mit dem Kohlefaserwerkstoff Carbon fibre. Dieser ist aber zehn Mal so teuer wie Aluminium und kann kaum recycelt werden, Aluminium kann immer wieder recycelt werden. Es gibt stets einen starken Konkurrenzkampf, aber in der Flugzeugindustrie ist die nächsten fünfzehn bis 20 Jahre jetzt mal alles auf Aluminium ausgelegt, auch in der Automobilindustrie setzt man auf Aluminium. Die gesetzlich geforderten CO2-Reduktionen und der damit verbundene Trend zum Leichtbau im Automobilbereich sind starke Treiber für unser Wachstum. Bis 2020 wird eine Verdreifachung des Bedarfs an Aluminiumblechen auf 2,3 Millionen Tonnen erwartet.

So wie es beim Sport nicht nur auf das richtige Material ankommt, kommt es in der Wirtschaft nicht nur auf das Produkt an, sondern auch, wie es verkauft wird. Kommt es Ihnen beim Verkaufen zugute, dass Sie beim Modernen Fünfkampf die Disziplin Degenfechten gut beherrschen mussten?

Wieser(lacht) Sicher! Beim Degenfechten geht’s darum, den richtigen Abstand zum Anderen einzuhalten, spontan aufeinander zu reagieren und eine gute Reaktionsgeschwindigkeit zu haben. Genau das braucht man als Verkäufer. Und so wie im Sport, kommt es auch im Verkauf auf die Abschlussstärke an: Am Ende zählt nur der Treffer oder der Zieleinlauf oder das überwundene Hindernis. Bis dorthin ist es aber oft kein einfacher Weg. Man muss Kontakte auf den verschiedenen Ebenen aufbauen und braucht natürlich ein gutes Produkt. Außerdem wollen Firmen wie Airbus, wo die Zahlen immer aufwärts gehen, auch nur Partner haben, die ebenso investieren. Um im Luftfahrtgeschäft Partner zu werden, braucht es circa zehn Jahre. Das ist im Sport im Normalfall ebenso – natürlich kann es ein Top-Talent auch in fünf Jahren schaffen, aber meist muss man auch mindestens zehn Jahre lang trainieren. Und dann müssen sie auch gut verkaufen können und Leadership zeigen.

Gibt es auf diesem Weg zur Qualifikation nicht auch Momente, wo man aufgeben möchte?

WieserDie gibt es bestimmt, aber von der Vision dürfen sie nicht abweichen. Man wird immer wieder zurückgewiesen, in der Wirtschaft mit Aussagen wie ‚Mit dem Preis kommen wir nicht zusammen.‘, im Sport mit stärkeren Konkurrenten. Das kann dann schon hart sein – zum Beispiel ging ich laufen, wenn die anderen schon im Bett waren. Und in der Wirtschaft muss man vielleicht Investitionsentscheidungen treffen, welche die anderen nicht treffen, sodass man die Nase vorn hat.

Wenn da nicht die oft als schwierig bezeichneten Rahmenbedingungen wären, die zum Beispiel Investitionsentscheidungen erschweren.

WieserDie Rahmenbedingungen müssen stimmen, das ist richtig. Wenn wir zehn Tage brauchen würden, um an die Grenze zu kommen, wenn wir keine gut ausgebildeten Leute hätten, dann funktioniert das alles nicht. Ich könnte auch sagen ‚Wenn unsere Politik nicht besser wird, dann kann ich keine Aufträge mehr annehmen.‘ Aber das ist nicht unsere Art. Ja, es muss ein Zusammenspiel geben und das ist manchmal schwierig, aber wir leben in einem guten Umfeld. Klar kann man sich auf alles ausreden – wenn ein talentierter Schwimmer sagt, er wollte eh gern zu den Olympischen Spielen, aber leider war das Schwimmbad immer zugesperrt, wenn er trainieren wollte, dann wird er nicht teilnehmen. Wir haben auch mit Problemen zu kämpfen wie etwa, dass auf der Strecke Richtung München seit vielen Jahren ein Stück Autobahn fehlt und man 60 Kilometer auf der Bundesstraße mit enormem Verkehr fährt. Trotzdem kann ich an Airbus oder nach Ingolstadt liefern.

Ein klares Bekenntnis zum Industriestandort Österreich?

WieserJa, wir haben einen guten Standort. Sowohl was die zentrale geografische Lage betrifft, die hohe Kompetenz und das Engagement unserer Mitarbeiter, als auch die stabile Eigentümerstruktur mit einem österreichischen Kernaktionär. Was mir aber schon auffällt ist, dass die politische Stabilität in Österreich unseren Kunden weltweit extrem wichtig ist. Da werde ich oft gefragt, ob’s uns eh noch gut geht, Negativschlagzeilen sind da wahrlich nicht förderlich. Und generell ist es natürlich wichtig, dass nicht zusätzliche Verordnungen geschaffen werden, sondern vieles vereinfacht und effizienter gemacht wird. So wie wir uns jeden Tag überlegen, was wir noch besser machen können, erwarten wir uns das auch von der Politik. Wir können ja auch nicht einfach sagen „Oh, wir haben zu viel Arbeit, dann stellen wir eben noch drei Mitarbeiter ein.“, sondern überlegen, wie wir den Ablauf verbessern können, um effizienter zu werden.

Der Wettbewerb wird immer härter – was heute funktioniert, kann morgen überholt sein. Wie gelingt es da, wettbewerbsfähig zu bleiben?

WieserWie schnell sich alles ändert und Unmögliches möglich gemacht wird, sieht man wieder gut am Beispiel Sport. Früher wäre es undenkbar gewesen, 100 Meter unter zehn Sekunden zu laufen, heute ist die Grenze längst durchbrochen. Ebenso im Marathon - früher lag der Weltrekord bei zwei Stunden und zwölf Minuten, jetzt sind es zwei Stunden und zwei Minuten. In den nächsten drei Jahren sind es wahrscheinlich weniger als zwei Stunden. Das ist enorm! So sehen wir immer und überall Bestleistungen. Es hat sich sowohl in der Ernährung, im Krafttraining, in der Betreuung als auch im Training vieles getan. Trainierte man früher einmal am Tag, kommt man heute nicht mal zur Landesmeisterschaft, wenn man nicht drei Mal täglich trainiert. In der Wirtschaft ist es genau gleich, die Industrie verlangt auch immer nach Bestleistungen. Sehen Sie sich unsere Qualitätskurve an, wir haben eine gute Qualität, aber wenn die Kurve nicht stetig steigen würde, wären wir weg. Die Anforderungen werden immer höher, da muss man innovativ sein. Es ist ein ständiger Verbesserungsprozess - wenn man nicht jeden Tag neue Ideen hat, kommt man nicht mehr mit. Stehenbleiben gibt’s nicht!

Das trifft auch auf Ihren Karriereweg zu, der Sie an verschiedenste Orte weltweit geführt hat. Lohnt es sich, nicht immer den einfachsten Weg zu nehmen?

WieserEin einfacherer Weg wäre zum Beispiel, keinen Wohnortwechsel in Kauf zu nehmen. Wenn ich etwa in Steyr geblieben wäre und nicht in Graz studiert hätte oder wenn ich nicht nach Venezuela gegangen wäre, um wichtige Erfahrungen im Verkauf zu sammeln und andere Kulturen zu verstehen. Ich gebe aber zu, dass ich danach schon den großen Wunsch hatte, wieder zurück zu kommen, eine Führungsposition zu übernehmen und weiterzuwachsen. Ich war in Madrid, Genf, New York – der Weg war sicher nicht immer einfach, im Gegenteil, es war oft wirklich hart. Aber die Globalisierung schreitet nun mal voran. Wer heute in großen Konzernen Karriere machen möchte, der muss Flexibilität zeigen. Und wenn dann noch Engagement und eine gute Ausbildung hinzukommen, dann bin ich überzeugt, dass jedem die Welt offensteht. Aber – da bin ich ebenso überzeugt – das kommt nicht von allein. Wenn man’s nicht wirklich will und sich die Olympiade lieber im Fernsehen ansieht, dann ist man nicht dabei._

Zur Firma

Die Amag Austria Metall AG ist der größte österreichische Aluminiumerzeuger und produziert am Standort Ranshofen sowie im kanadischen Alouette Walzprodukte, Gusslieferungen und Primäraluminium für den Maschinenbau, die Automobil- und Luftfahrtindustrie, die Transport-, Elektro- und Bauindustrie sowie Ski- und Sportartikelhersteller. Die Amag wurde 1938 als Aluminiumhütte gegründet, 1948 als Österreichische Metallwerke AG verstaatlicht und 1996 privatisiert. Mit einer Belegschaft von mehr als 1.700 Mitarbeitern wurde im Geschäftsjahr 2015 ein Umsatz von 913 Millionen Euro erwirtschaftet.

Zur Person

Helmut Wieser übernahm 2014 den Vorstandsvorsitz der Amag Austria Metall AG. Der Maschinenbauingenieur ist seit circa 25 Jahren in der Aluminiumindustrie tätig, zuletzt als Manager beim US-Konzern Alcoa. Nach seinem Studium an der TU Graz war der 63-Jährige zunächst für die Voest und von 1990 bis 2000 in verschiedenen Managementpositionen bei der Amag tätig.

#Ähnliche Artikel

Mitarbeiter motivieren? Funktioniert nicht.

Na toll. Da kommt man mit großem Wissensdurst ins Büro von Führungskräftecoach August Höglinger und will für seine Leser ein für allemal klären, wie man seine Mitarbeiter zur Höchstleistung motiviert. Und dann das. Wir können Menschen nicht motivieren, meint er. Wir müssen nur aufhören, sie zu demotivieren.

Der XX-Faktor

„Ich investiere ausschließlich in Unternehmen mit mindestens einer Frau im Gründerteam“, sagt Investor Jonathan Sposato. Der amerikanische Großinvestor Warren Buffett sieht es ähnlich: Kriterium Nummer eins für seine Investments ist ein gemischtes Führungsteam. Mit Feminismus hat das wenig zu tun. Es geht ihnen vielmehr um Rendite. Immerhin bezeugen mehrere Studien, dass der Einfluss von Frauen im Vorstand ein wichtiger Erfolgsfaktor sei. Der XX-Faktor also.

Thomas Stelzer will reinen Wein einschenken

Alles hat einmal ein Ende. Auch die mittlerweile mehr als 20 Jahre dauernde Amtszeit von Landeshaupt-mann Josef Pühringer. Wenngleich zum Zeitpunkt unseres Redaktionsschlusses noch nicht ganz klar ist, wann es nun wirklich soweit ist. Umso klarer ist hingegen, wer ihm folgen soll. Und genau dieser Mann folgt uns ins Ars Electronica Center in Linz - wenn man schon in die Zukunft blicken will, dann doch bitte am entsprechenden Ort, im Museum der Zukunft.

„Ich bin motiviert, weil mein Job sinnvoll ist“

Er will die Effizienz im AMS Oberösterreich steigern, weil er es notwendig findet. Er wurde dafür einstimmig gewählt, was er erfreulich findet. Er ist motiviert, weil er seinen Job sinnvoll findet. Die Rede ist von jenem Mann, der die in die Politik abgewanderte Birgit Gerstorfer ersetzt: vom am 8. November neu gewählten Landesgeschäftsführer des AMS Oberösterreich, Gerhard Straßer. Wie ihn Zufälle und Begegnungen am Würstelstand zu dem gemacht haben, was er heute ist, hat er uns persönlich verraten.

„Nicht der Luxus verkauft Autos, sondern der Mensch dahinter“

Mystisch, leidenschaftlich, schön, aber auch teuer. Nein, die Rede ist nicht von der Traumfrau, sondern von einem Auto. Wer jedoch Porsche nur mit einem normalen Auto gleichsetzt, der irrt. Porsche ist mehr als das. Porsche ist Mythos, Leidenschaft, Innovation und hat auch einen zutiefst menschlichen Kern. Diese Attribute sind es, die unter dem „Porsche-Gen“ subsumiert werden. Was das Teamwork im Porschezentrum Oberösterreich (Aveg Linz-Leonding) zu einem erfolgreichen macht und wie man es schafft, ein Auto im Wert eines Einfamilienhauses zu verkaufen, verrät uns das Team hinter dem Mythos.

Affinitäten

Raten Sie mal: Was haben eine Universitätsprofessorin, eine Fernsehmoderatorin, ein Recruiting Partner und ein Verkaufsleiter gemeinsam? Die richtige Lösung finden Sie unter www.diemacher.at. Was den vier erfolgreichen Persönlichkeiten gerade durch den Kopf geht und was ihr Erfolgsgeheimnis ist, das erfahren Sie hier.

Gekommen, um zu bleiben.

So denken nicht alle Absolventen der heimischen Medizin Fakultäten. Zwar ist der Andrang zum Medizinstudium in Österreich groß, doch dann zieht es viele ins Ausland. Vor allem Deutschland und die Schweiz locken mit besseren Arbeitsbedingungen und kürzeren Ausbildungszeiten. Joachim Pömer, Wahlarzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, ist ein Mut machendes Beispiel dafür, dass es sich dennoch lohnt, als Mediziner in Österreich Fuß zu fassen.

Wo zwickt's denn?

Irgendwas stimmt nicht. Kommt einem der Gedanke, dann geht man für gewöhnlich zum Arzt, schließlich sind nicht alle Symptome äußerlich zu sehen. Aber was, wenn etwas im Unternehmen nicht stimmt? Nicht alles lässt sich aus der Bilanz lesen und auch nicht mit freiem Auge erkennen. Immer mehr suchen dann den Weg zum Energetiker, 3.600 gibt es davon in Oberösterreich. Einer davon ist Gerald Kohl. Mit Hilfe der Organisationsenergetik bietet er Unternehmen Hilfestellungen an, um Probleme dort zu finden, wo man sie nicht sieht: im Inneren der Organisation, im feinstofflichen Bereich.

Wie hat man eigentlich die Hosen an, ...

... wenn man Rock trägt? Antworten darauf sucht Führungskräftecoach Peter Modler schon seit mehr als zehn Jahren. Denn der Weg bis in die Führungsetage sei für Frauen oft kein einfacher. Was nicht nur für die Frauen selbst schade sei, sondern auch für die Wirtschaft an sich.

Sagen Sie mal, wie wird man eigentlich ein Macher?

Oder anders gefragt: Was liegt in unseren Genen? Und was haben wir selbst in der Hand? Wird man zum Gewinner geboren oder kann jeder einer werden? Wie holt man das Beste heraus – aus seinen Mitarbeitern, aus seinen Kindern, aus sich selbst? Fragen, die wohl keiner so gut beantworten kann wie jener Mann, der sich seit Jahrzehnten damit beschäftigt: Genetiker Markus Hengstschläger. Wir treffen uns mit ihm im Traditionscafé in Wien, unweit seines Instituts für Medizinische Genetik an der Medizinuni Wien.

Hirn, Herz und Hausverstand

Das sind die drei „H’s“, die Margit Angerlehner gerne als die emotionale Intelligenz und damit als die Erfolgsfaktoren von Frauen bezeichnet. Diese alleine würden aber nicht reichen, warnt die Vorsitzende des Netzwerkes Frau in der Wirtschaft Oberösterreich. „Man muss seine Leistungen der Öffentlichkeit auch präsentieren!“

„Kernpunkt ist die Frage der Kinderbetreuung“

Oberösterreich sei bereits sehr gut aufgestellt bei den Kinderbetreuungsstellen. Es gebe aber noch viel zu tun. Welche Bereiche in nächster Zeit massiv ausgebaut werden und was die Politik gegen die Rollenklischees der Frauen machen kann, erzählt der designierte Landeshauptmann Thomas Stelzer.

Aktenzeichen XX ungelöst

Engagiert und diszipliniert. Hart und zielorientiert in der Sache, herzlich im Umgang. Ob das ein typisch weiblicher Führungsstil ist? Keine Ahnung. Es ist jedenfalls jener einer ganz bestimmten Frau. Viktoria Tischler. Sie ist die Geschäftsführerin des oberösterreichischen Hilfswerks, verantwortlich für mehr als 1.000 Mitarbeiter und wurde 2004 von der VKB-Bank zur Managerin des Jahres gewählt. Im Interview erzählt sie, worauf es ankommt, um mehr weibliche Führungskräfte zu gewinnen.

Mit kleinen Schritten zum Ziel

Wie geht es dir? Wieso tust du dir das an? Geht es dir eh immer noch gut? Diese drei Fragen muss Birgit Gerstorfer seit ihrem Wechsel vom Chefsessel des AMS Oberösterreich in die Politik immer wieder beantworten. Uns hat die SPÖ-Landeschefin und Landesrätin noch eine Reihe von weiteren Fragen beantwortet.

(Weibliches) Karrieresprungbrett JKU

Was haben die Geschäftsführerin von Spar Regio, die Bezirksvorstehende von „Frau in der Wirtschaft“ und die Vorstandsdirektorin der Linz AG gemeinsam? Genau! Alle drei sind Absolventinnen der Johannes Kepler Universität und die Karriereleiter hinaufgeklettert. Wie schafft man es als Frau in einer männerdominierten Wirtschaftswelt zu reüssieren?

Mehr Frauen braucht das Unternehmen. Aber wie? Und warum?

Je höher die Ausbildung und berufliche Position einer Frau, desto weniger Kinder hat sie. Gleichzeitig schreit die Wirtschaft nach mehr Frauen in Führungspositionen. Was einerseits an deren Qualifizierung liegt, andererseits auch am immer stärker werdenden Wettbewerb um talentierte Mitarbeiter. Hm. Da stellt sich die Frage: Wer wird dann noch Kinder bekommen? Ist es eines Tages jenen Frauen vorbehalten, die entweder keine Karriere anstreben oder weniger qualifiziert sind für den Arbeitsmarkt?

PR

Zertifikat für Vereinbarkeit von Familie & Beruf erneut an Scheuch verliehen

Als einziges Innviertler Unternehmen wurde die ***Scheuch GmbH*** mit Hauptsitz in Aurolzmünster erneut als familienfreundliches Unternehmen auditiert. Der Familienbetrieb mit rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit gehört somit bereits zum zweiten Mal zu den wenigen Unternehmen in Oberösterreich, die diese besondere Auszeichnung erhalten haben.