Der eine kommt, der andere geht

Es gibt ein neues Gesicht in der Oberösterreichischen Landesregierung: Markus Achleitner. Jener Mann, der bisher in Oberösterreichs Thermenlandschaft den Ton angab, wird künftig anstelle von Michael Strugl als Wirtschafts-Landesrat den Takt vorgeben. Letzterer wechselt zum teilstaatlichen Energiekonzern Verbund und wird dort Mitglied des Vorstands. Warum er Achleitner rät, in der Regierung seinen eigenen Weg zu gehen, und wo dieser seine Erfahrungen aus der Wirtschaftswelt als erstes einbringen will, darüber haben wir mit beiden gesprochen.

MARKUS ACHLEITNER

Der eine kommt aus der Wirtschaft und geht in die Politik

„In Sachen Lebensplanung war ich nicht sehr erfolgreich“, sagt Markus Achleitner mit einem Schmunzeln. Nur ein einziges Mal in seinem Leben habe er sich selbst beworben, ansonsten wurde er immer „geholt“. Diesmal ist es Landeshauptmann Thomas Stelzer, der ihn holt, um ein Superressort mit Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Forschung, Wissenschaft, Energie, Tourismus, Raumordnung, Landesholding, Europa und Sport in der Landesregierung zu übernehmen. Das Schmunzeln trägt Achleitner ein bisschen so wie seine Brille. Fast immer. Nur manchmal werden die Lachfältchen um die Lippen von Stirnrunzeln ersetzt – dann, wenn er negativ berührt ist. Ob das in Zukunft vielleicht öfter der Fall sein wird? Wissen wir nicht. Denn wir treffen ihn noch vor seinem Amtsantritt als neuer Wirtschaftslandesrat von Oberösterreich – im soeben erneuerten Thermenhotel Royal in Bad Ischl. Der Umbau war der letzte Punkt auf seiner To-do-Liste, nachdem er den damaligen Sanierungsfall Bad Schallerbach zur meistbesuchten Therme Österreichs gemacht, seine Vision der Eurothermen umgesetzt hat und maßgeblich an der Thermen-Standortstrategie Bad Ischl, Bad Hall und Bad Schallerbach beteiligt war. Ziemlich viele Erfahrungswerte, die er dabei gesammelt hat. Die kann und will er jetzt auch als Politiker nutzen.

Warum gerade Sie?

Achleitner_(lacht) Das habe ich den Landeshauptmann auch gefragt. Ich bin seit 30 Jahren in verschiedenen Wirtschaftsbereichen tätig, war immer ein sehr politischer Mensch, aber nicht Politiker. Und offenbar ist genau das der Grund, warum Thomas Stelzer sein Vertrauen in mich setzt. Er meint, dass man mir nicht zu erklären brauche, woran es wirklich fehlt –

seit vielen Jahren bekomme ich tagtäglich mit, wie sich dieser Fachkräftemangel aufgebaut hat. Ich glaube, das Verständnis dafür, was politische Rahmenbedingungen, Systeme, Gesetze und Verordnungen für die Wirtschaft bedeuten, ist ein Vorteil eines Wirtschafters, der in die Politik geht.

Welche Vorteile kann Ihre 30-jährige Erfahrung in der Wirtschaft noch für Ihre Tätigkeit als Wirtschaftslandesrat mitbringen?

Achleitner__Gute Politik erkennt man am Tun. Das ist etwas, das ein Wirtschafter sehr gut in die Politik einbringen kann – in der Wirtschaft gibt es bei allen Vorgängen einen klaren Ablauf: Analyse, Strategie entwickeln, einen Maßnahmenplan erstellen, Budgets und Zeiträume definieren und dann umsetzen. So möchte ich es auch in der Politik machen.

Politik braucht also unternehmerisches Denken?

Achleitner_Wirtschaft und Politik sind nicht dasselbe, ganz klar. Aber die guten Mechanismen aus beiden Bereichen könnte man zusammentun, das ist mein Ansatz. In der Wirtschaft ist es völlig egal, von wem eine Idee kommt – wenn sie gut ist, versucht man sie umzusetzen. Kommt in der Politik eine Idee von der falschen Seite, wird sie schon mal reflexartig abgelehnt. Das halte ich für einen Fehler. Ich glaube, man sollte neutral und objektiv an jeden Vorschlag herangehen. Und bei jeder Neuentwicklung muss man sich fragen: Was ist das? Wie wird es finanziert? Was ist die Wirkung? Denn oft werden Vorschläge gemacht, die zwar toll sind, deren Umsetzung aber nicht machbar ist.

Wenn Sie an Ihre Zeit als Unternehmer denken, was waren da Ihre Anliegen an die Politik – die Sie jetzt ja im besten Fall selbst umsetzen können?

Achleitner_Man hat das Gefühl, dass es keinen Bereich mehr gibt, der nicht durch Verordnungen, Normen oder Gesetze geregelt ist. Das engt das Wirtschaften als solches ein. Wir müssen durchlüften und Regelungen auch wieder zurücknehmen, denn wir brauchen Luft zum Wirtschaften. Sonst bleiben wir stehen. Und dann hat man in der digitalen Revolution verloren – die wird nämlich nicht aufzuhalten sein. Aber jeder Wandel ist gestaltbar und nicht erleidbar. Ich glaube, dass der Grundtenor vielmehr sein sollte, Sachen auf den Tisch zu legen, ehrlich zu bewerten und den Menschen einen Veränderungsbedarf zu erklären, sie mitzunehmen und letztlich auch konsequent zu entscheiden und umzusetzen. Die Menschen wollen wissen, wofür ein Politiker steht und was er vorhat. Das wird mein Ansatz sein.

Was werden die größten Unterschiede im Alltag sein, wenn Sie das Amt des Politikers antreten?

Achleitner_Ich werde eine öffentliche Person sein. Und deshalb werde ich, egal wo ich hinkomme, nicht mehr privat sein können. Das macht mir aber deshalb nichts aus, weil ich ein sehr extrovertierter Mensch bin, Menschen mag und auch sehr gerne ergründe, wo die Bereiche sind, in denen man ansetzen sollte. Ich werde daher gleich im ersten Jahr sehr stark in die Bezirke unseres Bundeslandes hinausfahren, um mit den Menschen in Kontakt zu kommen und um zu sehen, wo wir unsere Schwerpunkte setzen müssen. Ich habe mir Schwerpunkte vorgenommen, wo wir im Rahmen der politischen Möglichkeiten Akzente setzen können – Stichwort Fachkräftemangel, Qualifizierung auf allen Ebenen, digitale Revolution aktiv gestalten, in Forschung und Wissenschaft investieren. Ich sehe Forschung und Wissenschaft als die Keimzelle für Innovation und die ist der Turbo für die Wirtschaft. Diese Bereiche werden sehr stark zu forcieren sein.

Werden Sie dazu den Weg von Michael Strugl fortsetzen oder haben Sie andere Pläne?

Achleitner_Ich habe das Glück, auf einem sehr guten Niveau einzusteigen. Oberösterreich steht hervorragend da und auch mein Standortressort ist von Michael Strugl perfekt gestaltet worden. Weiter verfolgen werde ich zum Beispiel auf jeden Fall das Ziel, die Qualifizierung auf allen Ebenen zu verbessern. 80 Prozent aller Unternehmer in Oberösterreich sagen, dass sie fehlende Fachkräfte im Wirtschaftswachstum hemmen. Also ist einer der Ansatzpunkte für die Politik, auf allen Ebenen – von der Universität bis in alle Bereiche – zu qualifizieren und Menschen dazu zu motivieren, in den Bereichen eine Ausbildung zu machen, wo die Arbeit benötigt wird.

Bleibt die von Land und IV vereinbarte Zielsetzung, dass Oberösterreich zu den Top 10 Industrieregionen der EU aufschließen soll, aufrecht?

Achleitner_Diese Strategie zeigt genau die Richtung auf, die Oberösterreich als Wirtschafts- und Industriebundesland braucht, an der bleiben wir fest dran und werden sie in allen Bereichen mit Maßnahmen füllen, stärken und umsetzen. Oberösterreich soll zu den führenden Industrieregionen Europas werden. Wir sind auf einem guten Level, aber aufgrund der zukünftigen Entwicklungen müssen wir bei vielen Bereichen anschieben und die Strategie soll die Guideline dafür sein.

Sie sind ein Tourismusfachmann. Kann Oberösterreich gleichzeitig Top Industrieregion und Top Tourismusland sein?

Achleitner_Es befruchtet sich sogar. Wir brauchen harte und weiche Standortfaktoren. Harte sind, dass wir die richtigen Ausbildungen für die Fachkräfte der Gegenwart und vielmehr noch der Zukunft haben. Weiche sind, dass wir eine hohe Lebensqualität an diesem Standort haben müssen, um auch Fachkräfte aus dem Ausland nach Oberösterreich zu holen. Dafür ist viel notwendig: eine Welcome-Kultur, englischsprachige Kindergärten und Schulen sowie viele andere Dinge, damit sich Menschen hier wohlfühlen. Der Tourismus hat viele weiche Standortfaktoren zu bieten – wie touristische Angebote, Infrastruktur und Erholungsmöglichkeiten, die wir vom Skifahren bis zum Schwimmen aufrecht erhalten und noch mehr darin investieren.

Was nehmen Sie sich gleich für 2019 vor, damit Sie Oberösterreichs Zukunft in genau diese Richtung lenken können?

Achleitner_Dazu müssen wir zukunftsfähige Rahmen herstellen. Egal, wie sehr man sich dagegen wehrt, die Welt wird sich verändern. Und ich bin ein Fan davon, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und dann Rahmenbedingungen so zu setzen, damit sich möglichst viele darin wiederfinden. Ich glaube, dass wir in Sachen Deregulierung auf Landesebene sehr viel erreichen können – in Bezug auf kürzere Verfahrensdauer, einfachere Förderabwicklung, digitales Office. Eine wichtige Rahmenbedingung ist auch der Breitbandausbau – das ist kein nice to have, sondern ein must. So wie wir früher Straßeninfrastruktur als must angesehen haben, ist es heute das Breitband. Den Anschluss an die digitale Welt müssen wir im gesamten Flächenbundesland vorantreiben. Ansonsten wäre das eine Innovations- und Entwicklungsbremse. Ein nächster Punkt: Wir werden weitere Schritte in Richtung E-Mobilität setzen, erneuerbare Energiequellen in neuen Förderprogrammen stärker fördern. Wir müssen das Verständnis in der Bevölkerung und auch in der Wirtschaft steigern, dass wir wirtschaftsverträglich, aber mittelfristig doch aus der Öl-Energieversorgung aussteigen müssen und in den verschiedenen Bereichen vor allem durch Anreiz- und Fördermodelle die Menschen zum Umstieg bewegen wollen.

Was bedeutet der Umstieg auf erneuerbare Energien für die heimische Automobilzulieferindustrie?

Achleitner_Der technologische Wandel ist unglaublich im Gange und ich bin sicher, dass die gesamte oberösterreichische Wirtschaft diesen Wandel mitgestalten und ihn nicht erleiden wird. Das ist letztlich das Rezept in allen Bereichen – diese Veränderungen wie E-Mobilität, Energieversorgung und Digitalisierung aktiv zu gestalten. Und da sind Forschung, Entwicklung und Innovation wichtige Hebel für die Zukunft.

Was werden Ihre größten Herausforderungen im ersten Jahr sein?

Achleitner_Ganz sicher die Breite der Aufgaben im Standortressort und die einzelnen Bereiche in derselben Geschwindigkeit voranzutreiben. Ich versuche, uns managementtechnisch so aufzustellen, dass wir sehr schnell in die Umsetzung kommen. Politik ist zu tun, was man sagt. Das ist ein Grundsatz von mir, den erwarten die Menschen draußen zu Recht.

Was braucht es noch, um ein erfolgreicher Politiker zu sein?

Achleitner_Ein Politiker muss hinhören, analysieren und Verbesserungspotential aufspüren. Das ist ein Kreislauf, den man auch im Projektmanagement hat: Analyse, Aktion, Kontrolle. Eine zweite Grundlage ist ein sehr analytischer und strategischer Zugang für die großen Veränderungen. Und die dritte große Aufgabe ist eine sehr gute Kommunikationsfähigkeit – man muss den Menschen erklären können, warum man gewisse Dinge verändert.

Wenn Sie nicht diesen Karriereschritt gemacht hätten, welchen dann?

Achleitner_In Sachen Lebensplanung war ich nicht sehr erfolgreich (lacht). Ich habe mich in meinem Leben ein einziges Mal beworben, sonst wurde ich immer geholt. Nach Abschluss des Umbaus hier in Bad Ischl wäre ich wahrscheinlich in einen anderen, größeren Wirtschaftsbereich außerhalb des Tourismus gewechselt. Doch dann kam die Frage des Landeshauptmannes. Ich habe mir die Antwort gut überlegt, die Entscheidung aber sehr schnell getroffen und jetzt freue ich mich wirklich Vollgas, dass es nach einer halbjährigen Doppelphase – also noch im Konzern und natürlich schon sehr in der Einarbeitung – losgeht. Letztlich darf ich diesen Job für das schönste Bundesland Österreichs machen.

Ein Fulltimejob – werden Sie da noch Zeit haben, auch Ihrer Leidenschaft, der Musik, nachzugehen?

Achleitner_Ich habe von Anfang an gesagt: Den Achleitner gibt’s nur so, wie er ist. Er gibt seine Familie, seine Freunde, die Musik und den Humor nicht an der politischen Eingangstüre ab. Soll heißen: Ich werde mich nicht verstellen oder gecoacht aalglatt auf trainierter Politiker machen. Ich bleibe genauso wie ich bin. Das schließt die Musik mit ein – ich bleibe Musiker und auch Musikobmann der Trachtenmusikkapelle Neukirchen bei Lambach. Es ist für einen Politiker ganz gut, wenn er mit zwei Beinen am Boden und in der Bevölkerung steht. Und das mache ich auch weiterhin.

Ich gebe meine Familie, meine Freunde, die Musik und den Humor nicht an der politischen Eingangstüre ab.

Markus Achleitner neuer Wirtschaftslandesrat von Oberösterreich

gedanken

von Markus Achleitner

Niemand rechnet damit, dass Ende des Jahres 2019_ der Neue in den verschiedensten Bereichen dieses wichtigen Standortressorts schon seine Spuren hinterlassen hat.

Wenn man später an meine Amtszeit zurückdenkt, dann soll man sich daran erinnern, dass_ ich einer von denen war, die gemeinsam mit Thomas Stelzer das Land der Möglichkeiten tatsächlich in die Realität umsetzen konnten.

Von anderen Politikern unterscheidet mich_ dass ich als Mann der Wirtschaft aus der Praxis in die Politik komme. Ich möchte die Sichtweisen der Praxis genau dort einbringen, um Veränderungen ermöglichen zu können.

Blasmusik oder Jazz?_ Blasmusik

Wirtshaus oder Haubenlokal?_ Wirtshaus

Reinen Wein schenke ich ein_ mit offenem Visier und klarer Sprache. Das habe ich bis dato mein ganzes Leben so gehalten, das werde ich auch in der Politik nicht ändern.

Womit ich jemanden einkoche?_ Kulinarisch ganz sicher mit einem wunderbaren Gansl, das ich seit 30 Jahren immer am Stephanitag zuhause zubereite. Und im übertragenen Sinn wahrscheinlich mit der Fähigkeit, Menschen für etwas begeistern zu können, egal wie schwer der Weg dorthin ist.

Humor ist_eine wichtige Rezeptur für ein glückliches Leben. Humor ist auch manchmal Problemlöser, weil er in sehr schwierigen Situationen oft die Stimmung löst und den Blick frei macht, um gemeinsame Lösungen zu erreichen. Ein Tag, an dem man nicht lacht, ist ein verlorener Tag. Ich habe ehrlicherweise noch nicht viele Tage verloren.

Wenn ich wütend bin, erkennt man das_ an einem Stirnrunzeln und einer sehr klaren, ernsten Sprache.

2019 wird das Jahr_ des Aufbruchs in eine erfolgreiche oberösterreichische Zukunft.

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