Kultur und Wirtschaft - (k)eine Liebesgeschichte?

Kultur braucht Wirtschaft. Wirtschaft braucht Kultur. Und Punkt? Welche Bedeutung kommt dem Kultur- und Kreativitätsbereich nun wirklich als Wirtschaftssektor zu? Und welche optimalen Rahmenbedingungen benötigen diese Bereiche, um sich miteinander gut entfalten zu können? Wir haben bei den Experten des Landes, Landeshauptmann Thomas Stelzer, Roland Pichlbauer, Manuela Reichert, Robert Hartlauer, Patrick Bartos und Verena Kroupa nachgefragt und werfen einen wirtschaftlichen Blick in die unterschiedlichen Kunst-, Kultur- und Kreativbereiche Oberösterreichs.

Kritik trifft auf Mainstream. Qualität auf Quantität. Oder der Kunst- und Kulturbereich auf die Wirtschaft. Kann das funktionieren? Wo sich früher die Kunst und Kultur nur im Schutz von Mäzenen, Adel oder Kirche als Auftraggeber entfalten konnte, steht sie heute auf Augenhöhe und im wechselseitigen Dialog mit Politik und Wirtschaft. Beide profitieren zunehmend voneinander. Die Wirtschaft von der Kreativität der unbequemen Querdenker. Und der Kunst- und Kulturbereich von den profitablen Rahmenbedingungen, die die Wirtschaft schafft.

Wo treffen in Oberösterreich Kunst, Kultur und Wirtschaft aufeinander? Wie bedingen die beiden einander?

StelzerKultur muss nicht immer einen Nutzen für die Wirtschaft bringen. Kultur ist wichtig, weil sie Seiten in uns anspricht, die sonst nicht bedient werden und die wir für unsere menschliche Entwicklung brauchen. Das ist mein Grundverständnis. Dass Kultur aber aus dem heraus zum gesamten Standort und damit auch zum Wirtschaftsstandort einen Riesenbeitrag liefert, ist klar: Wenn ich von Innovationen in der Wirtschaft spreche, ist ein kreatives Grundklima dabei, welches massiv durch die Kultur bedient wird. Kultur bedeutet Lebensqualität und ist auch dann entscheidend, wenn es darum geht, den Standort Oberösterreich für internationale Fachkräfte attraktiver zu machen. Auch kulturelle Botschafter können beimThema Internationalität eine wichtige Rolle übernehmen. Glücklicherweise ist die Wirtschaft unseres Landes in der Position, Kultur zu ermöglichen. Das gelingt durch Sponsoring oder wenn sie zum Beispiel selber in die Veranstaltungsrolle schlüpft. Ausgehend von dem Grundverständnis, das ich anfangs erwähnt habe, gibt es einen sehr regen Austausch zwischen den beiden, denn es gibt immer mehr Bereiche in der Wirtschaft, wo auch das Künstlerische und das Kreative eine Rolle spielen.

ReichertBei uns im Kulturpark Traun trifft beides aufeinander, denn man kann einen Kulturbetrieb auch wirtschaftlich führen. Das ist das eine. Und das machen wir hier. Wir werden von der Stadt gefördert und haben aber auch eine sehr hohe Rückfinanzierungsquote durch Ticketverkauf für unsere Veranstaltungen, Sponsoring-Partner oder Vermietungen der Räumlichkeiten für Seminare, Hochzeiten oder Firmenevents. Wir haben ein großes Areal und wir sind in der glücklichen Lage, dass wir mit unserem Gesamtkonzept gut wirtschaften können. Das andere ist, sich zu fragen, wozu man Kultur braucht und was man davon hat. Es sind natürlich nicht die großen Einnahmen wie in der Privatwirtschaft. Aber wenn ich mir alleine unser kleines Feld hier um Traun herum ansehe, dann sieht man gut, dass wir hier Lebensqualität schaffen. Und das ist für Unternehmen entscheidend, ob sie Fachkräfte finden, die hier arbeiten und wohnen möchten. Diese soft-facts werden total unterschätzt. Wir sind keine touristische Region, unsere Besucher sind zu 50 Prozent aus Linz und den umliegenden Regionen. Und natürlich profitiert die Stadt auch von der Umwegrentabilität: Besucher gehen etwas essen oder übernachten hier. Kultur ist ein Lebenselixier und ein großer Faktor, warum eine Stadt überhaupt lebenswert ist.

Würden Sie sagen, Oberösterreich hat die idealen Voraussetzungen für Kreativschaffende oder Künstler als Standort?

StelzerDas auf jeden Fall! Wir haben eine tolle Kulturtradition und viele Bildungsmöglichkeiten: Landesmusikschulen, Bruckneruni, Kunstuniversität, Häuser und Institutionen, die immer wieder Projekte vorantreiben und dadurch Kultur ermöglichen. Es gibt bei uns sehr viel Humus, auf dem das wachsen kann. Diese Schnittstellen und die Grenzüberschreitung zur Wirtschaft haben Tradition bei uns. Denn in der gesamten Kreativwirtschaft gehen die Bereiche ineinander und verschwimmen. In einem Land wie Oberösterreich, das ein starker Industriestandort ist und Gott sei Dank immer bleiben wird, ist die Kreativwirtschaft ein sehr interessantes und neues Segment: Sie wächst, beflügelt und bereichert auch andere Bereiche mit ihren Ideen.

Kroupa, BartosFür Kreativschaffende ein klares Ja! Es gibt durch die Industrie, die zahlreichen Unternehmen, Investoren und Start-ups viele Möglichkeiten für Kreativschaffende und es herrscht ein positives Klima in der Politik. Wir sind mit Creative Region die Schnittstelle zwischen Kunst- und Kulturszene und der Wirtschaft, der Netzwerkknotenpunkt in Oberösterreich. Start-ups und Kreative des Landes können definitiv mit der internationalen Konkurrenz mithalten, denn was viele nicht wissen, ist, dass Linz unter den Top-Städten Europas ist, was die Kreativität anbelangt: 2014 wurde Linz von der Unesco in das internationale Netzwerk der Creative Cities aufgenommen, 2017 wurde von der europäischen Kommission eine Studie durchgeführt, in welcher sie 168 europäische Städte nach Kriterien von Kultur und Kreativität besucht hat. Und Linz ist gemeinsam mit Paris, Kopenhagen, Eindhoven und Amsterdam unter den Top-Five. Für uns ist das eine tolle internationale Bestätigung. Wir werden von Stadt und Land gefördert, trotzdem fehlen uns noch Ressourcen, um noch mehr Bewusstsein für den Kreativwirtschaftssektor durch etwa noch mehr Standortmarketing zu schaffen.

Wie sieht die kulturelle Ausrichtung des Landes Oberösterreich in Zeiten der Schuldenbremse aus? Kann der öffentliche Kulturauftrag trotz finanzieller Kürzungen ausreichend erfüllt werden?

StelzerJa! Es ist sicher eine dauernde Herausforderung, die richtige Balance zwischen dem Pflegen vonTraditionen und zeitgenössisch Neuem zu finden. Wir haben uns im Land dazu entschieden, keine neuen Schulden mehr zu machen. Jeder Bereich trägt dazu bei, auch die Kultur. Wir haben jetzt ein Kulturbudget von etwas über 187 Millionen Euro im Land, das vieles möglich macht. Förderungen sollen immer dazu da sein, etwas zu ermöglichen, was ohne öffentliches Geld nicht gehen würde. Daher muss das auch immer wieder von Fall zu Fall von Experten geprüft werden. Mit einer Strukturreform wollen wir die Management- und Marketingaufgaben der eigenen Häuser des Landes effizienter gestalten, um so auch finanziellen Freiraum zu schaffen. Auch die Landesausstellung und die Landesgartenschau werden in Zukunft nur mehr im Drei-Jahres-Rhythmus stattfinden. Wir werden im heurigen Jahr ein sehr buntes und erfolgreiches Kulturjahr erleben. Erstmals haben wir mit dem oberösterreichischen Kultursommer eine Marke, mit der wir Oberösterreich als Festivalland besser positionieren möchten. Schließlich haben wir knapp 50 tolle und hochqualitative Festivals im Land. Das Brucknerorchester Linz war gerade auf einer sehr bemerkenswerten Tournee in Großbritannien, das Musiktheater hat die ersten fünf Jahre äußerst erfolgreich absolviert und startet jetzt in eine neue Ära. Besonders wichtig zu erwähnen ist auch, dass sich die Bildungsbereiche – das Landesmusikschulwerk oder die Anton Bruckner Privatuniversität – mit beispielsweise dem Landestheater immer stärker verschränken. Das schafft gute Zukunftsperspektiven für junge Künstler.

PichlbauerDer kulturelle Auftrag und das Ziel der Landesausstellung ist es, Landesgeschichte aufzuarbeiten. Wir sind dazu da, landesgeschichtliche oder landeskulturelle Themen darzustellen. Das muss nicht immer historisch sein. Wir haben uns ja schon und werden uns auch zukünftig mit Themen beschäftigen, die Zukunftsaspekte beinhalten, aber sie müssen immer einen Landesbezug haben. Ganz klar wollen wir etwas vermitteln, und was uns prägt und stärkt ist die Regionalität. Wir sind ein kultureller Pop-Up Store. Wir eröffnen in der Region, wo das Thema verankert ist und wo die Menschen was damit anfangen können. Das Ganze wird dann auf eine möglichst zeitgemäße und anschaulich-unterhaltsame Weise auf ein halbes Jahr mit sehr viel Rahmenprogramm präsentiert. Auch bei der laufenden Landesausstellung wurden Einsparungen vorgenommen, das hat uns durchaus vor Herausforderungen gestellt. Wir mussten einige Nebenprojekte redimensionieren oder neu überdenken. Generell aber haben wir die Einsparungsmaßnahmen dahingehend getroffen, dass wir den Rhythmus der Landesausstellung auf drei Jahre verlängert haben, was natürlich das Budget weniger belastet. Und dann wird man die Projekte zu deckeln versuchen und in Zukunft im Vorfeld schon prüfen, damit sich der Budgetrahmen ausgeht, wie etwa durch Standortreduzierungen. Das ist eine neue Herausforderung, aber das sehe ich durchaus positiv.

Inwieweit sollen Kunst und Kultur von der Privatwirtschaft unterstützt oder gefördert werden?

StelzerDie öffentliche Hand hat immer einen kulturellen Auftrag, den sie gut erfüllen muss. Sie verfügt ja deswegen über Steuergelder, damit sie für die Gemeinschaft etwas organisieren oder ermöglichen kann. Für die Privatwirtschaft würde ich die Unterstützung von Kunst und Kultur als gute Möglichkeit oder Chance sehen. Die Bereitschaft von privater Seite etwas zu ermöglichen ist in unserem Land sehr groß.

HartlauerDie Wirtschaft kann die Kunst unterstützen, umgekehrt aber auch: Die Kunst unterstützt die Wirtschaft mit Kreativität, mit abstraktem Denken und manchmal mit einem nicht-monetären Zugang. Der rege Austausch ist wichtig und für beide Bereiche ein Gewinn. Viele glauben, dass man als Kaufmann nicht kreativ sein muss. Das stimmt nicht. Es gibt Probleme in einem Unternehmen, die auf den ersten Blick unlösbar scheinen. Und hier benötigt man neue, kreative Ansätze, um Lösungen zu finden. Wir haben 2015 mit der Gründung unserer Hartlauer-Fotogalerie am Pöstlingberg einen direkten Kontakt zur Fotokunst. Künstler haben durch die Galerie die Möglichkeit, an einem Wettbewerb teilzunehmen, indem sie Fotos zu einem vorgegebenen Thema einreichen. Die Fotografie hat in den letzten Jahren durch das Smartphone einen unheimlichen Boom erlebt und ich wollte für Profi- und Leidenschaftsfotografen die Möglichkeit zur Darstellung ihrer Bilder geben. Normalerweise funktioniert eine Galerie so, dass man einen Künstler hat, der seine Werke präsentiert, wir machen das anders. Wir geben ein Thema vor und machen zu jedem Thema einen Wettbewerb mit Bewertung durch eine Fachjury. Dadurch können die vielseitigen Blickwinkel zu einem Thema und der subjektive Eindruck des Fotografen gezeigt werden. Die ausgestellten Fotokunstwerke können während der Ausstellung käuflich erworben werden, der Künstler des Bildes erhält dabei eine Provision von 120 Euro. In jeder Ausstellung sind Bilder, die wir durch Verkauf oder Spende einem karitativen Zweck widmen. Wir veranstalten hierzu etwa Events in der Galerie, bei denen die Bilder direkt von der Wand weg verkauft werden können und für das jeweilige Hilfsprojekt gespendet werden kann. Wir sind eine „Softgalerie“, wir möchten auch der breiten Masse einen Zugang geben. Kunst soll ein Thema sein, das nicht für eine Elitegesellschaft bestimmt ist, sondern ein offenes Thema, wo jeder sagen darf: Ich verstehe es auf meine Art und Weise. Denn jeder darf und soll ein Kunstwerk anders wahrnehmen._

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